15.-17. Oktober 2010  Werratour mal etwas anders

Freitag, 15.10.2010  Kurze Wege zum WC

Unter zwar bewölktem, aber trockenem Himmel geht es mal wieder nach Heldra an die Werra. Hier ist inzwischen an der Lagerwiese auch das Sanitärhäuschen fertig gestellt, so daß nicht mehr der Weg zum Feuerwehrgerätehaus angetreten werden muß, um die nötigen täglichen Bedürfnisse zu erledigen.

Samstag, 16.10.2010   Nasspaddeln von Ebenshausen bis Heldra

Der Morgen zeigt sich grau in grau. Es tropft vom Himmel und hat nicht den Anschein daß sich das heute ändern wird. Demotivierend! Aber nicht nur für mich. Albert, Peter, Gerlinde und Uta geht es ebenso. Wir bleiben hier und ziehen die gemütliche Ofenwärme der Nässe vor. Den Unermüdlichen macht das alles nichts aus, sie verladen ihre Boote. Vielleicht hört es auf der Tour von Ebenshausen bis hierher ja doch mal auf zu regnen. Übrigens: Enno freut sich, daß ich verzichte, so kann er mit Michael paddeln, da Albert ja auch streikt. Unsere Nasspaddler sind früher als erwartet zurück. Angetrieben vom Regen haben sie die Strecke rekordverdächtig schnell hinter sich gebracht und landen auswringbereit bereits nachmittags am Platz an. Mitleid erregen wir wohl auch bei der einheimischen Bevölkerung. Wir bekommen Besuch und werden mit einem feinen Obstbrand versorgt. Dieser kreist sofort in der Runde und wird für außerordentlich gut empfunden. Es wird aber auch gearbeitet, denn für das Abendessen wird heute selber gesorgt. Die Resultate der fleißigen Schnippler rührt Enno in einigen Dutchöven zusammen und nach und nach finden sich alle im großen Mannschaftszelt zur Kostprobe ein. Für einige wird der Abend sehr lang. Der große, von Bernd bereit gestellte Ofen braucht schließlich ordentlich Futter und einige, vorzugsweise flüssige Bestände müssen unbedingt vernichtet werden.

Sonntag, 17.10.2010   Etappenkürzung: Von Creuzburg bis Mihla

Regen war gestern. Heute zeigt Petrus Erbarmen und hält die Wolken dicht. Wir setzen in Creuzburg vor der alten Brücke ein. Da die Werra reichlich Wasser mit sich führt, ist der Brückenschwall nicht allzu ausgeprägt. Bis kurz vor Mihla geht es flott voran, bis sich der Rückstau des dortigen Wehres bemerkbar macht. Es wird etwas zäh auf dem Wasser, aber glücklicherweise ist dieses Mal nicht auch noch der Wind unser Gegner. An der Brücke von Mihla landen wir an und lassen uns noch von der Küche des „Paddlertreffs“ verwöhnen, bevor wir nach Heldra zurück kehren.

 

04.-07. März 2011      Winteraustreiben auf der Werra

Standort: Kanucamp Maisy May am Werratalsee in Schwebda (à Erw.  5,- € inkl. Zelt + Dusche)

Freitag, 04.03.201   Ein strahlend schöner Tag im März am froststarren See

Abfahrt  10:05 Uhr in Albaxen / Ankunft  12:05 Uhr in Schwebda

Als wir am Kanucamp Maisy May am Werratalsee ankommen, liegt es noch verlassen da. Dessen große Wiese könnte dringend etwas mehr Festigkeit gebrauchen. Sprich: Sie ist sehr matschig und von einem überaus fleißigen Maulwurf sehr gut bearbeitet. Auch der Winter hat noch nicht aufgegeben und hält den See bis auf einige Stellen an der Insel und am Ufer mit einer eisigen Schicht bedeckt. Schade, denn wir haben uns darauf gefreut, bis zur Ankunft der anderen Paddelsüchtigen ein paar Kringel auf dem Wasser zu drehen.

Auf der kleinen eisfreien Fläche nahe dem Ufer vertreiben sich dichtgedrängt Blesshühner die Zeit. Später trippeln sie in fast gleichen Abständen an Land, picken mal hier,  mal da und marschieren wieder übers Eis zurück ins Wasser. Im Verlauf des Nachmittags treffen Bernd, Günter, Claudia, Peter sowie Björn, und bereits im Dunkeln auch noch Detlef und Klaus ein. Ein Tipi nach dem anderen erhebt sich auf der Wiese und Rauchfahnen künden von der regen Betriebsamkeit, das Wochenenddomizil behaglich zu machen. Tagsüber gaukelt der strahlende Sonnenschein schon etwas vom Frühling vor, aber die Luft spielt noch nicht ganz mit. Je mehr der Nachmittag voranschreitet, desto klarer wird es, daß der Winter sich noch nicht völlig verdrängen läßt.. Aber ein kleines Feuer unterm Tarp schützt auch draußen vor der hereinbrechenden frostigen Kälte. Abends kehrt Ruhe ein, und die Stille der Nacht wird nur vom gelegentlichen Rufen der Nilgänse unterbrochen, die sich hier niedergelassen haben.

Samstag, 05.03.2011   Väterchen Frost gibt nicht auf: Von Heldra bis Schwebda

Abfahrt  11:30 Uhr in Heldra / Rast  13:00-13:45 Uhr am Wehr Wanfried / Ankunft  14:45 Uhr in Schwebda

Nach einer frostigen Nacht, wovon die mit Raureif überzogene Wiese zeugt, fährt unsere kleine Kolonne, inzwischen durch Andreas verstärkt, nach Heldra. Hier lassen wir an der Brücke unsere Boote zu Wasser, und schon nimmt uns die leichte Strömung der Werra mit. Die kleine Ortschaft Großburschla am linken Ufer und das rechtsufrige Altenburschla säumen den leicht mäandernden Flußlauf. Kurz darauf locken links ein paar Stufen an der alten Schloßanlage in Völkershausen zum Ausstieg. Doch unsere Hoffnung einer freundlichen Aufnahme in einem Gasthof erfüllt sich nicht, der öffnet erst um 14 Uhr seine Tür. Obwohl wir an einem Privatgelände anlanden, sind uns die beiden herbei geeilten Herren sehr wohlgesonnen und bemerken anerkennend unsere Anlegemanöver, nämlich gegen den Strom, so wie es sich gehört. Nach einem Smalltalk der gegenseitigen Anerkennung paddeln wir die paar Kilometer bis zum Wehr Wanfried weiter, welches wir umtragen müssen. Also wird hier die Paddelpause auch genutzt, um die verbrauchte Energie wieder aufzufüllen. Dermaßen gestärkt setzen wir unterhalb des Wehres wieder ein und gleiten zwischen den sanfthügeligen Hängen im Eschweger Talkessel unserem Ziel Schwebda entgegen. Ab und zu testet der uns begleitenden windige Geselle unsere Widerstandskraft, mal mehr, mal weniger erfolgsgekrönt. Da der See zugefroren ist, wartet an der Aussetzstelle noch etwas Arbeit auf uns. Es könnte so einfach gewesen sein, die Boote kurz über den Damm zwischen Fluß und See zu tragen und bis zum Camp zu paddeln! So bewegt sich eben eine Menschen-Boot-Schlange gen Lagerstätte, auf der inzwischen auch Martina und Bernd nebst Hund Aaron angekommen sind. Dank Manfred finden wir zum Abendessen noch Platz in einer Pizzeria in Eschwege, so daß die Enttäuschung schnell vergessen ist, im nahen, aber ausgebuchten China-Restaurant nicht einkehren zu können.

Sonntag, 06.03.2011   Rast mit „Königsberg“-Panorama: Von Schwebda bis Kleinvach

Abfahrt  12:15 Uhr in Schwebda  / Rast  13:45-14:20 Uhr in Jestädt / Ankunft  14:45 Uhr in Kleinvach

Während Einige ihr Lager schon abbrechen, rüsten wir, das sind Martina, Bernd, Detlef, Björn, Günter, Andreas, Michael und ich, uns zu einer Kanutour bis Kleinvach. Das bedeutet natürlich auch, die Boote wieder zur Werra zu schleppen, da es gar nicht geplant war, heute nochmal zu paddeln. Björns Wunsch, die Schlepperei zu umgehen, scheitert allerdings doch an dem Eispanzer des Sees. Ein Ally ist nun mal kein Eisbrecher. Nach dem Frühsport zu Land genießen wir umso mehr die Entspannung auf dem Wasser. Das Überlaufwehr in Eschwege lassen wir rechts liegen und paddeln bald darauf an „Klein Venedig“ entlang, bis uns die Schleuse zwischen zwei Wehren Einhalt gebietet und zur Handarbeit anregt. Wir hätten auch rechts in den Seitenarm umtragen können, aber ohne Anstrengung allmählich mit dem Wasser zu sinken, ist ja auch ganz angenehm. Nach einer halben Stunde fädeln wir uns wieder in die Strömung der Werra ein. Als am rechten Ufer die ersten Häuser von Jestädt sichtbar werden, finden wir auch einen passablen Platz für eine Rast, inklusive eines Schönen Blicks auf den Hohen Meißner, Hessens höchstem Berg, dessen Gipfel noch eine weiße Haube schmückt.

Wenige Meter nach der Weiterfahrt münden links erst die kleine Wehre und danach ihr ebenso kleiner Hochwasserkanal in die Werra. Kurz danach treten am rechten Ufer die schroffen Kalkfeslen des sogenannten „Weinberges“ hervor. Wir lassen das im Sonnenschein leuchtende weiße Gestein hinter uns, und die Werra geleitet uns durch das idyllische „Höllental“. Wir paddeln an dem links liegenden Albungen vorbei. Rechts grüßt uns die Burg Fürstenstein und kurz danach zwingt eine Felswand die Werra zu einer scharfen Kurve nach links. Zwischen den Bäumen lugt weiter flußabwärts rechts auf einer Höhe die Andreaskapelle hervor und zeugt noch von ihrem einstigen Dorf, welches Tilly im Dreißigjährigen Krieg zum Opfer fiel. Als am Horizont die Brücke von Kleinvach auftaucht, nähert sich unsere Tour dem Ende entgegen. Oberhalb schickt uns das strahlend gelbe Schloß Rothenstein noch einen letzten Gruß mit auf den Weg. Am Abend sind wir nur noch zu viert: Günter, Detlef, Michael und ich. Draußen spannt sich ein sternenklarer Himmel über uns. Drinnen lassen wir den Tag gemütlich am knisternden Ofen in Günters Zelt ausklingen.

Montag, 07.03.2011  Abbau auf der weißen Wiese

Die sternenklare Nacht hielt, was sie versprach. Wieder bedeckt Raureif die Umgebung. Gut für uns, denn so nutzen wir den noch froststarren Boden, um das Auto vorzufahren zwecks Einpackens.

 

14.-17. Oktober 2011  Geburt einer Tradition 

Standort: Lagerplatz Heldra

Teilnehmer: Bernd Briefs, Herbert Wiedenmann, Dieter Tichy, Peter Keßler, Wolfgang Federlein, Jakob + Frau, Walter (Mainz, neu), Wiltrud + Werner Wiesner, Martin + Leonhard Kuhlmann, Susanne + Friedrich Knöller, Christina, Thomas + Wiebke Prause, Susanne + Manfred, Sylvia + Michael


Freitag, 14.10.2011 Eine „Burg“ entsteht

Sonne begleitet uns auf den Weg nach Heldra, erhellt strahlend das Tal der Werra.

Der Goldene Oktober trägt diesmal zu Recht seinen Namen, das war laut Wetterbericht hoffnungsvoll zu erahnen.

Als wir eintreffen ist Bernd bereits dort, und der Bau beginnt für die Tarp-Tipi-Burg“.

Am Abend ist es geschafft, die „Burg“ steht, es ist vollbracht.

Samstag, 15.10.2011   Frühgymnastik und Schlemmereien: Von Ebenshausen bis Heldra

Trotz herrlichem Sonnenschein hüllt Nebel noch das Werratal ein.

Die Schwaden kriechen die Hänge hinauf, doch Sonnenstrahlen brechen sie allmählich auf.

In der Morgensonne bewegt sich unsere Kolonne

nach Ebenshausen, um dort zu starten, doch die Boote müssen noch etwas warten.

Erst werden unsere Sehnen gestretcht und nach einem Reaktionstest wird sich in die Boote gesetzt.

Als wir Probstei Zella am Ufer sehen, können wir der Einkehr nicht widerstehen.

Gut gestärkt geht es weiter, immer noch unter Sonnenstrahlen, bis zum Wehr Falken, das wir links umtragen.

Dahinter nimmt uns die Werra wieder auf, wir folgen weiter ihrem Lauf.

Über Treffurt erhebt sich stolz im Sonnenschein die mächtige Burg namens Normannstein.

Die blaue Brücke kurz vor Heldra, einst die Werra-Sperrung, dient heute wieder der Uferverbindung und nicht mehr der Trennung.

Die Gitter im Fluß sind inzwischen Vergangenheit, so ist die Werra wieder ganz für die Paddler bereit.

 

Dutchoven-Gerichte

Thomas: Chili con carne

Peter:     Pichelsteiner

Sylvia:    Lamm-Mais-Topf

 

Als das Feuer für die das Kochen angefacht und die Zutaten dafür in Position gebracht,

versammeln sich zu früher Abendstunde alle zu einer erwartungsvollen Runde.

Allmählich steigen aromatische Düfte aus drei Dutchoven in die Lüfte –

von Chili con carne, einem Lammgericht und Pichelsteiner. Eines ist sicher: Verhungern wird keiner!

Schließlich ist es soweit, die Teller stehen längst schon bereit,

sie mit Inhalt zu befüllen, um den Hunger endlich zu stillen.

Es schmeckt lecker, und vielleicht ist das schon die Geburt einer schönen Tradition.

Sonntag, 16.10.2011   Mittendurch geht es auch!: Von Creuzburg bis Mihla

Kurz vor der alten Brücke aus Naturgestein setzen wir in Creuzburg unsere Boote ein.

Den hinter der Brücke lauernden Steinen brauchen wir nicht wie üblich links auszuweichen.

Obwohl der ein oder andere doch einen Stein touchiert, hat uns das reichliche Wasser mittig gut weiter geführt.

Entspannt folgen wir der Werra ihren Lauf. An ihren Ufern ragen auch steile Felsen auf,

durch die der Fluß in Millionen von Jahren sich seinen jetzigen Weg hat gegraben.

Ziel ist der „Paddlertreff“ in Mihla, am frühen Nachmittag sind wir schon da.

Einige treten gleich ihren langen Heimweg an, die Anderen denken zuvor noch daran,

auf die inneren Signale zu hören und sich etwas zum Verdauen zuzuführen.

Montag, 17.10.2011  Graugefärbte Welt

Am Morgen sieht die Welt ganz anders aus, rings um uns herum herrscht Einheitsgrau.

Vorbei ist leider der Sonnenschein, so packen wir bei trübem Wetter ein.


 

 

12.–14. Oktober 2012  Wasserarmut

 

Standort: Lagerplatz Heldra

 

Teilnehmer: Bernd Briefs, Claudia Treiß, Wolfgang Federlein, Peter Keßler, Birgit + Volker Menzel, Friedrich + Susanne Knöller,

 

Antje + Johannes, Jakob + Frau, Martin + Flora Kuhlmann, Klaus Teichert + Sophia, Manuela + Herbert Kraus, Susanne + Manfred,

 

Michael + Sylvia

 

Freitag, 12.10.2012  Gebackene Verführung

 

Als wir in Heldra ankommen, zeigt sich der Herbst von seiner unschönen Seite, denn es regnet, so daß wir möglichst schnell unser Tipi aufbauen. Glücklicherweise verabschiedet sich die Nässe von oben am späten Nachmittag. Ich vertreibe mir die Zeit unterm Tarp mit meiner neuen Leidenschaft, dem Backen von Zimtschnecken und sorge damit für einen kleinen Appetithappen bis zur Einkehr in die "Gemeindeschänke".

 

Samstag, 13.10.2012   Es wird aufgetischt! Von Ebenshausen bis Heldra         (Wetter: Sonnig)

 

Im herrlichen Sonnenschein, der das Wasser und das teilweise bunte Laub funkeln läßt, setzen wir in Ebenshausen ein. Der sehr niedrige Wasserstand der Werra dämpft allerdings die Freude etwas. Obwohl es bis zum Wehr Falken, an dem wir sowieso aussteigen müssen, nicht mehr weit ist, lassen wir es uns nicht nehmen, in Probstei-Zella anzulanden.Auf Vorschlag des Kellners, dem wir nicht widersprechen, werden Tische und Stühle auf die Wiese in die Sonne gestellt. Auf die Frage nach den Wetteraussichten, prognostiziert der Kellner, regnen würde es erst ab ½ 3, was sich – dem Himmel sei Dank! – nicht bewahrheitet. Mit neuen Kräften versehen, paddeln wir anschließend bis zum Wehr Falken, das einer Steinwüste gleich vor uns liegt.

 

Es wird zur Tradition: Das Dutchoven-Kochen am Abend. Waren es im vergangenen Jahr gerade mal drei Exemplare, stehen diesmal sieben zur Verfügung mit entsprechenden diversen leckeren Inhalten.

 

Peter: Gulasch /Antje u. Johannes: Grünkern-Wirsing / Bernd: Kartoffelgratin / Birgit u. Volker: Scharfes Hühnchen asiatisch / Susanne u. Manfred: Indisches Hühnchen m. Kichererbsen / Martin: Chili con carne / Sylvia: Geschnetzeltes m. Nudeln

 

 

Für die Überraschung nach den vorzüglichen Gerichten sorgt Jakob mit einem köstlichen Dessert: Mascapone mit roten Früchten!  Er habe sich vom Vorjahr gemerkt, daß jemand nach dem Essenmeinte: „Und jetzt noch etwas Süßes

wäre schön!“

 

Sonntag, 14.10.2012   Werra im Schrumpfprozeß: Von Creuzburg bis Mihla  (Wetter: Bewölkt – sonnig)

 

Leicht bewölkt zeigt sich der Himmel, als wir in Creuzburg ablegen, aber ab und zu schafft es die

 

Sonne doch, daraus hervor zu blinzeln. Der Wasserstand ist noch weiter gefallen, so daß sich alle

 

einig sind, so niedrig sei die Werra bei den Touren noch nie gewesen. Der „Paddlertreff“ in Mihla

 

wartet wie immer mit den herrlichsten hausgebackenen Torten auf.

 

 

 

03.-06. Oktober 2013  Nur ein bißchen Paddeln

 

Standort: Lagerplatz Heldra

 

03.10.2013   Streifzug durch Heldra

 

Wir sind inzwischen schon so oft in Heldra gewesen, aber das Dorf habe ich mir noch nie richtig angesehen. Also mache ich mich nach dem Lageraufbau erst einmal auf den Weg, erst an der Werra entlang, dann durch die kleinen Straßen, vorbei an den hübschen Fachwerkhäusern, die noch erhalten sind.

 

Samstag, 05.10.2013  Wenigstens einmal aufs Wasser am langen Wochenende

 

Morgennebel taucht das Werratal in diffuses Licht. Mit der Zeit verschwinden die Schwaden und geben dafür den Blick auf den gräulich bewölkten Himmel frei. Aber nach dem gestrigen völlig verregneten Tag ist uns Petrus heute ein wenig wohlgesonnener, und schickt uns keine nassen Grüße.

 

Die romanische, aus dem Jahr 1170 stammende Creuzburger Burg fungierte einst als Residenz der Thüringer Landgrafen. Sie erhebt sich mitten im Zentrum der einer der ältesten Städte Thüringens am Beginn des Werradurchbruchs, kulissenartig umgeben von Muschelkalkbergen.

 

Der Schwall unter der Creuzburger Brücke wartete darauf, befahren zu werden

 

Keinerlei Veränderungen: Die Pfeilerder einstigen Brücke stehen immer noch einsam im Fluß

 

 

WERRA – INDIAN–SUMMER-TOUR    13.-15. Oktober 2017

 

__________________________________________________________________________

 

 

 

Freitag, 13.10.2017                                                                                                                                      Wetter: sonnig-bewölkt

 

Die heiße Jahreszeit ist vorbei. Der Herbst zieht allmählich übers Land, und das Laub an den Bäumen beginnt sich zu verfärben.

 

Bernd Prophezeiung in seiner Einladung zu der Tour: „Nach dem Gesetz der Serie müsste dieses Mal wieder die Sonne scheinen“, scheint sich zu bewahrheiten, denn die zeigt sich die meiste Zeit, als wir wieder nach Heldra unterwegs sind. Auch die Werra scheint uns wohlgesonnen zu sein.  Es ist kaum zu glauben, aber sie hat reichlich Wasser in ihrem Bett, und der Pegel in Heldra zeigt stolze 2,10m an.

 

 

 

Samstag, 14.10.2017   Von Ebenshausen bis Heldra                                                                                              Wetter: sonnig-bewölkt

 

Während die Boote noch friedlich am Ufer lagern, hüllt am Morgen Nebel alles ein, und die Sonne braucht lange, um sich durchzukämpfen. Dem haben wir uns anscheinend angepasst, denn es vergeht einige Zeit, bis sich unsere Karawane am späten Vormittag Richtung Ebenshausen endlich in Bewegung setzt. Einer Rutschpartie vorbeugend lassen wir die Boote an der schlammigen Einsetzstelle vorsichtig ins Wasser. Wir gleiten in die Strömung, die uns schnell mit sich fortträgt und das Paddeln erleichtert. Sonnenstrahlen bringen die ersten sich zeigenden Gelb-, Rot- und Brauntöne der Blätter des bis zu den Ufern reichenden Waldes zum Leuchten.

 

Da aktive Phasen natürlich auch einen Ausgleich brauchen, landen wir in Probsteizella an, um uns dort etwas zu stärken. Kaum haben wir dort abgelegt, müssen wir auch schon wieder aussteigen. Das reichlich überspülte Schrägwehr Falken versperrt den Fluss und gebietet die Beine als Fortbewegungsmittel zu nutzen, um es unbeschadet zu überwinden. Gemeinsam sind die Boote schnell umtragen, und kein Hindernis wird sich uns bis Heldra mehr in den Weg stellen. Als die hoch über Treffurt aufragende Burgruine Normannstein bereits von weitem auf sich aufmerksam macht, neigt sich unsere Etappe allmählich dem Ende zu. Bald danach überspannt eine ehemals auch unter Wasser unpassierbare Fußgängerbrücke den Fluss und wenige Kilometer weiter kommt Heldra in Sicht. Der Beginn des Abends steht ganz im Zeichen kulinarischer Genüsse, zu denen Jeder etwas beisteuert, so dass die gemeinsame Tafel reichlich gedeckt ist und wahrhaftig niemand später mit knurrendem Magen in den Schlafsack kriechen muss.

 

 

 

Sonntag, 15.10.2017   Von Heldra bis Wanfried                                                                                                    Wetter: sonnig

 

Leider ist der kleine Imbiß vor dem Wehr in Mihla immer noch wegen Krankheit geschlossen, So entscheiden wir uns, diesmal nicht die

 

übliche Strecke von Creuzburg bis Mihla zu paddeln. Stattdessen lassen wir die Boote an unserem Lagerplatz zu Wasser und folgen der gut fließenden Werra, begleitet vom strahlenden Sonnenschein, durch ihre Talaue bis zum Wehr nach Wanfried, um dort die heutige sehr kurze Etappe zu beenden.