09.-12. April 2004      Ostern auf der Saale


Freitag, 09.04.2004     Nach Naumburg

 

 
10 Uhr in Bennungen / Ankunft  14:20 Uhr in Naumburg

„Ostern wird nicht zu Hause gehockt!“

spricht mein Mann, denn das Wasser lockt.

Es wird mal wieder Zeit, das Paddel zu schwingen,

also wird uns das Auto nach Naumburg bringen.

Einige Anrufe vervollständigen die Runde,

Paddelfreunde sind auf der Saale mit im Bunde.

Alles ist verstaut, es geht los! Wieder raus aus dem Trott!

Die Freude ist groß! Gegen Mittag meldet sich der Magen,

ihn plagt großes Unbehagen.

Für Nachschub wird alsbald gesorgt

in Bennungen, so heißt der Ort.

Wohlgenährt kommen wir wieder heraus

aus Meyers gemütlichen Landgasthaus.

Zur nachmittaglichen Stund‘

erreichen wir Naumburgs Blütengrund.

 

Schnell richten wir uns häuslich ein,
doch wir sind nicht ganz allein.
Der KC beherbergt auch noch andere Gäste
trotz kühlem Wetter am Osterfeste.
Naumburg lädt zum Rundgang ein,
d’rum trennen wir uns zunächst vom Wein.

Vom ehemaligen Reichtum blieb nicht viel,

Bürgerhäuser im Renaissance- und Barockbaustil

flüstern am Marktplatz noch: „Es war einmal…“,

ebenso das Rathaus mit seinem farbigen Portal.

Den prächtigen Dom St. Peter & Paul zu besichtigen

für 4 € - nein danke – wir verzichten.

Preiswerte, schmackhafte Gerichte auf den Teller,

die serviert der „Alte Felsenkeller“,

dazu ein Gläschen köstlichen Wein –

Paddeltouren können herrlich sein!

 

Wieder zurück im Blütengrund

verschwinden die Letzten erst zu später Stund‘.

Vorher besteht Manfreds Zelt noch einen Test,

er hüpft kurz drauf, es steht ganz fest.


Sonntag, 10.04.2004    Von Camburg bis Naumburg

Abfahrt  10:45 Uhr in Camburg  / 1. Rast  12:45-13:10 Uhr  im „Schloß Saaleck“  / 2. Rast  14:35-15:05 Uhr am Wehr Bad Kösen  /

Ankunft  17:00 Uhr in Naumburg / Pegel Camburg: 0,70m / Wetter: sonnig-bewölkt, leichter Nieselschauer

Nach dem Frühstück geht es rund,

bepackt sind Autos mit Kanu, Mensch und Hund.

Und wohin geht heute die Fahrt?

Nach Camburg zu unserem Kanustart.

Dort werden die Canadier zu Wasser gelassen,

und wir lassen uns schnell von der Strömung erfassen.

Lebendig fließt das Wasser den Fluß hinab,

hält die Bootsmannschaften in Trab.

Mal plätschert die Saale in kurzen Wellen

über eine der zahlreichen kleinen Schwälle.

Am Ufer siehst du dort drüben,

die kleinen Wesen, die da fliegen?

Grün schillern sie und blau,

sperr die Augen auf und schau.

Sie sind soviel kleiner als wir,

die Eisvögel in ihrem Revier.

Um manche Kurve windet sich die Saale hinunter,

müde wird dabei keiner, es sind alle munter.

Noch sind kahl die säumenden Wälder,

noch nicht bestellt die einzelnen Felder.

Auch für den Wein ist es noch nicht soweit,

das Wachsen der Reben hat noch Zeit.

Plötzlich am Ufer eine Bewegung,

wir verharren still, ohne Regung.

Was raschelt denn dort im Gebüsch?

Dann sehen wir sie, Stück für Stück

laufen sie mit der Bache am Ufer entlang

und sind schon ganz bang‘

vor dem, was sich da auf der Saale bewegt.

Gewiß haben sie einige Zweifel gehegt,

ob ihnen auch nichts passiere

von jenem seltsamen „Wassertiere“.

Nichts davon hat der Rest von uns bemerkt,

der hinter uns lauthals über die Saale plärrt.

 

Am Ufer ragen schroffe Felsen aus Buntsandstein,
manch‘ Gaststätte lädt freundlich ein,

ein wenig in ihr zu verweilen

anstatt hastig den Fluß hinab zu eilen.

Das Wild vom „Schloß Saaleck“ hat es uns angetan,

darum landen wir dort an.

Der Namensgeber dieses Restaurants

thront gegenüber und man sieht’s ihm an,

wie mächtig das Schloß einst war.

Mit der Rudelburg bildete es ein Paar,

die Handelswege zu überwachen,

und den Räubern verging das Lachen.

Athos, der Neuling im Boot,

hat schon viel gelernt und dort keine Not.

Als hätte er nie etwas anderes getan,

steigt er wie ein Alter ins Kanu ein.

Sein Vorbild Adelheid, die Hundedame,

liebt er abgöttisch – die Arme!

Vor so viel Liebe flüchtet die Hündin von Welt

schon mal zwecks zu viel des Guten ins heimische Zelt.

Noch hat sie Ruhe vor Athos,

denn das Paddeln geht wieder los.

Die Strömung wird zäher, die Saale wird breiter,

denn einige Kilometer weiter

bremst ein Wehr unseren Paddelfluß.

Trotzdem geht es weiter, aber zu Fuß.

Anlanden, aussteigen, laufen ein paar Meter,

und einige Zeit später

sitzen wir im Eiscafé in Bad Kösen,

um einige Euros einzulösen

für einen herrlichen Eisbecher –

groß, frisch und lecker.

Danach heißt es wieder: „Auf! Auf!“,

wir folgen weiter der Saale Lauf

bis große Steine aus dem rauschenden Wasser ragen.

Hier hilft nur eins: Umtragen!

Hinter dem Wehr von Altenburg

setzen wir die Tour bis Naumburg

ohne Hindernis fort.

Nach dem Grillen wird abends vor den Zelten verharrt,

dank „Williams Christ“ keiner vor Kälte erstarrt.


Sonntag, 11.04.2004    Von Naumburg bis Weißenfels

Abfahrt  11:45 Uhr in Naumburg / Ankunft  16:10 Uhr in Weißenfels / Wetter: sonnig-bewölkt

Die Saale von Camburg bis Naumburg war einigen schon bekannt,

heute erkunden wir unbekanntes Land.

Bis Weißenfels soll die Kanutour gehen,

mal schauen, was wir Neues sehen.

Grad lag das Frühstück noch auf dem Teller,

d’rum ist es zu früh für den „Felsenkeller“.

So paddeln wir daran vorbei,

ein bißchen Herzweh ist schon dabei.

Der weite Blick wird manchmal verdeckt von einigen Bäumen,

die das Ufer der Saale säumen.

Die strömt zäh in ihrem Bett entlang,

ihr fehlt hier der gewisse Drang

wie gestern über Steine zu springen

und uns dadurch etwas mehr Spaß zu bringen.

Drei Wehre mit Schleusen liegen auf unserem Weg,

sind diese zu, kommt man zu spät.

Wir liegen gut in der Zeit,

schnell ist der Schleusenwärter bereit

seine Arbeit zu verrichten,

so daß wir gern aufs Umtragen verzichten.

Ein wenig Geschwindigkeit wäre nicht schlecht,

so kommt uns am 2. Wehr die Bootsgasse gerade recht.

Bärbel traut der Sache aber nicht, sie übt sich lieber im Verzicht.

Ihr zittern schon die Bein, und Roman fährt nun ganz alleine.

Kurz d’rauf machen wir uns auf den Weg,

Bärbel und Roman warten unten im Boot am Steg.

Hätten sie dort Platz gemacht,

hätte es wohl nicht gekracht.

Kaum sind wir die Gasse hinab geschossen –

und den Moment richtig genossen –

drängt ein Linksdrall uns zur Wand.

Nach rechts zu kommen – keine Chance!

Wir hätten dann das Kanuheck erwischt

und Bärbel und Roman ins Wasser gekippt.

Es steht uns regelrecht im Weg,

so bleibt nur die Bremse zwischen Boot und Steg.

Alles hat einen gutenAusgang genommen,

keiner ist zu Schaden gekommen.

Wieder vereint mit den andern

können wir auf der Saale weiter wandern.

Kilometer sind es bis Weißenfels nicht mehr viel,

dort, wo die Autos stehen an unserem Ziel.

Schnell sind die Boote aufgeladen

und der Weg nach Naumburg eingeschlagen.

Am „Felsenkeller“ gibt es eine kurze Rast,

zum Glück hat er für uns noch Platz.

Wegen der abendlichen Feuchtigkeit von oben

wird am Lager das große Tarp hoch gezogen.

 

Doch ehe es soweit ist, bedarf es einiger List.

Im Lassowerfen, das ist wahr, übt sich fast die ganze Schar.

Der eine hat ein Seil geschmissen, der andere darüber einen Witz gerissen.

Hiram, eher sparsam im Bewegen, scheint sehr großen Wert darauf zu legen,

daß das Tarp auch richtig hängt. Und daß bloß keiner denkt,

er schafft das nicht, tanzt er werfend um den Tisch.

Doch das Seil macht, was es will, es hält im Baum nicht lange still,

denn nach einer kleinen Pause macht es nach unten eine Sause.

Manfred versucht’s, Marianne und Jupp auch noch, irgendwann klappt es dann doch.

Hoch oben hängt das Tarp, Gemeinsamkeit macht stark!


Montag, 12.04.2004     Wieder nach Hause

Abfahrt 11:45 Uhr in Naumburg / Rast  12:50-14:20 Uhr in Bennungen / Ankunft  18:30 Uhr in Albaxen

Unser letzter Tag ist angebrochen,

als alle aus ihren Zelten sind gekrochen,

 

 

wird das Frühstück in Angriff genommen.
Nur Sonne haben wir nicht viel abbekommen,

das Tarp hängt jetzt im Weg,

es abzunehmen, ist es zu spät.

Es sei denn, es gelüstet uns nach besonderer Würze,

es ist bestückt mit zahlreichen Blüten der Birke.

Heute haben wir keine Eile,

wir sitzen und reden noch eine ganze Weile.

Dann wird gepackt ganz ohne Hast,

gegen Mittag verlassen wir den Platz.

Bei „Meyer“ kehren wir wieder ein,

danach geht es endgültig heim.

Dabei hat wohl jeder im Sinn:

„Wo geht es das nächste Mal hin?“

 

30. September – 03. Oktober 2005      Auf der Saale von Naumburg bis zur Fähre Leißling

 

Fr., 30.09.05  Am Kanuanleger des KC Naumburg/ Hundespiele

 

Sa., 01.10.05  Zwischen Naumburg und Schönburg / Ankunft an der Fähre Leißling / Nicht viel los zu dieser Jahreszeit beim KC Naumburg

 

 

 

29. September - 03. Oktober 2006     Auf der Saale von Camburg bis zur Fähre Leißling

 

 

Wetter: sonnig-bewölkt, angenehme Temperatur

Teilnehmer: Rosi + Peter Bergmann, Dagmar + Wolfgang Helfrich, Martin + Leonhard

 

Kuhlmann, Bernd + Tom Detsch, Friedrich Knoeller, Carsten + Maja Stralucke + Majas

 

Freundin, Christa + Detlef Wölbeling, Friedrich Blase, Karin + Roland Pfersisch,

 

Susanne + Manfred, Sylvia + Michael

 

Samstag, 30.09.2006    Von Camburg bis Naumburg

 

 

Rast am Lagerplatz Rudelsburg/Für Verpflegung ist gesorgt/Kutschwagen zur

Rudelsburg / Schwallfahrt und Surfen am Altenburger Naturwehr

 

Sonntag, 01.10.2006    Von Naumburg bis zur Fähre Leißling

 

Rast in Schönburg im Café Poliz, 06618 Schönburg, Tel.: 03445-703543

 

Montag, 02.10.2006     Flachwasserpaddeln von Uhlstädt bis Kahla

 

Einsetzen unterhalb vom Wehr Uhlstädt                                                                                        

 

Die Saale mäandert in einem schmalen Flußbett an dicht bewachsenen Ufern entlang, die selten einen Blick in die Umgebung zulassen. Einige kleine Schwälle bringen etwas Abwechslung. Der dichte Uferbewuchs läßt das Aussteigen nur selten zu. Das einzige Wehr auf der Route, in Kahla, läßt sich leicht am rechten Ufer umtragen. Beim Einsetzen muß allerdings etwas mit den im Wasser kreisenden Bäumen bzw. Ästen konkurriert werden. Da die Fahrzeit von Naumburg aus knapp zwei Stunden beträgt, lohnt sich die Anfahrt nur, wenn dorthin nicht zurückgekehrt werden muß. Die Zugverbindungen auf der Strecke Kahla-Uhlstädt sind gut, die Züge fahren im 30-Minuten-Takt.