IMPRESSIONEN AN UND AUF DER OSTE     

 

15.-17. August 2008

 

Treffen mit dem englischen Forum

 

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Freitag, 15.08.08

 

Abfahrt  13:35 h in Albaxen

 

Ankunft  16:25 h in Eitzmühlen

 

Wetter: sonnig - bewölkt

 

Albert hat zur Kanutour eingeladen,

 

deshalb sind wir auch dorthin gefahren.

 

Der Fluss ist uns nur dem Namen nach bekannt,

 

darum machen wir uns auf ins flache Land.

 

Dort in der weiten Moorlandschaft

 

liegt in Etzmühlen ein Campingplatz

 

mit großen Wiesen, direkt an der Oste gelegen.

 

Wir sind wohl nicht das letzte Mal hier gewesen.

 

Einige Tipis zieren bereits das grüne Gras,

 

deren Bewohner erzählen uns das:

 

„Bitterkalt war die letzte Nacht.“

 

Mitten im Sommer – Wer hätte das gedacht?

 

Nach und nach trudeln weitere Paddelwillige ein,

 

auf dem Platz herrscht große Betriebsamkeit.

 

Abends hocken schließlich alle zusammen

 

Am wärmenden Feuer mit seinen züngelnden Flammen.

 

Samstag, 16.08.08

 

Abfahrt  11:00 h in Kuhmühlen

 

Ankunft  16:45 h in Eitzmühlen

 

Wetter: sonnig

 

Kuhmühlen heißt der gewählte Einsatzort,

 

und heute, am Samstag, starten wir dort.

 

Erwartungsvoll lassen wir die Boote ins Wasser gleiten,

 

trotz wenigem Wasser wird uns die Oste ans Ziel geleiten.

 

Mäandernd zieht sie durch den Wald,

 

dessen Bestandteile schmücken den Fluss schon bald.

 

Doch für uns ist das keine Gefahr,

 

aber plötzlich stehen Kühe da.

 

Langsam nähern wir uns der lebenden Barriere

 

Und überlegen schon, was denn wohl wäre,

 

würden die uns kontaktfreudig begrüßen,

 

säßen wir dann da mit nassen Füssen?

 

Doch die Passage kostet keine Mühe.

 

Sie machen Platz! Höfliche Kühe!

 

Gemächlich paddeln wir weiter zwischen Buchen und Eichen.

 

Wir brauchen keinem Hindernis mehr auszuweichen,

 

höchstens den „Kreuzfahrern“ im Boot,

 

denn die haben manchmal so ihre Not,

 

diesem ihren Willen aufzuzwingen

 

und müssen selbst mit der sanften Strömung ringen.

 

Das brauchen wir wiederum nicht,

 

aber vielleicht denken wir mal zurück

 

an die ersten Paddelschläge:

 

Wem kamen wir denn in die Quere?

 

Als das große Mühlrad am Landfrauencafé erscheint,

 

haben wir kurz drauf unseren Lagerplatz erreicht.

 

Nach dieser schönen Tagestour

 

brauchen wir eine kräftige Energiezufuhr.

 

Albert und Enno haben früh begonnen vorzusorgen,

 

denn es brutzelt bereits verführerisch im doppelstöckigen Dutchoven.

 

Die überaus hungrige Schar

 

freut sich auch schon auf Gulasch mit Paprika.

 

Damit nicht alle ständig um die Töpfe hüpfen

 

und Koch Enno drängen, dauernd den Deckel zu lüften,

 

gehen wir das Landfrauencafé besuchen.

 

Zum Glück gibt es dort kaum noch Kuchen.

 

Von dort zurück, ist es endlich soweit,

 

die lange Tafel steht bereit,

 

und die anstehende hungrige Meute

 

schiebt sich allmählich vor bis zur Beute.

 

Gefräßige Stille erfüllt zunächst unsere Runde,

 

dann ist ein Lob an den Koch in aller Munde.

 

  Es folgt das Ritual am Lagerplatz,

 

das Feuer wird entfacht.

 

Das weiß auch „Everybodies darling“ zu schätzen

 

und will sich noch nicht im Zelt zur Ruhe setzen.

 

Klammheimlich macht sie sich von dort aus den Staub

 

und ruht lieber am Feuer auf dem Bauch.

 

Nach einem Tag als Galionsfigur im Bug

 

hat sie letztendlich vom Aufpassen genug.

 

„Everybodies darling“ ist Alberts erdachter Name

 

für „Lowlanders“ (alias Atilla) kleine Hundedame.

 

Eins hat sich am Abend noch gelohnt –

 

der Blick auf die partizielle Verdunklung des Monds.

 

Einen schönen Nebeneffekt gibt es dabei fürwahr,

 

der dunkle Himmel ist kurzzeitig sternenklar.

 

 Sonntag, 17.08.08

 

Abfahrt  11:00 h in Eitzmühlen

 

Ankunft  13:50 h in Sandbostel

 

Wetter: sonnig

 

Für eine kurze Tour wollen wir noch raus,

 

denn fast alle müssen heute wieder nach Haus.

 

Nur das „In-die Gänge-kommen“ fällt manchen schwer,

 

so verzögert sich das Ablegen sehr –

 

kein Wunder nach der „Fassbier-langen-Nacht“! -,

 

doch schließlich ist der Start am Platz vollbracht.

 

Konnten wir gestern kaum die Paddel eintauchen,

 

scheint es heute viel besser zu laufen.

 

Mit dem höheren Wasserstand

 

geht das Paddeln besser voran.

 

Nach einem eher kanalartigen Stück

 

schwingt sich die Oste wieder um Kurven, welch ein Glück.

 

Gesäumt von Wiesen, Pappeln, einigen Eichen und Buchen

 

gleiten wir dahin und müssen nach einem Rastplatz richtig suchen.

 

Nach etlichen Kurven ist es soweit,

 

und jeder ist zum Anlanden bereit,

 

bedeutet es doch Nahrungsaufnahme, Beine vertreten

 

und natürlich ein bißchen reden.

 

Die Pause lässt mal die Arme zur Ruhe kommen,

 

danach werden die letzten Kilometer in Angriff genommen.

 

In Sandbostel stehen die Hänger bereit,

 

und etwas Traurigkeit macht sich breit.

 

Wieder zurück auf dem Campingplatz

 

hört man oft den folgenden Satz:

 

„Es war wieder mal sehr schön.

 

Gute Heimfahrt, auf ein baldiges Wiederseh’n!“

 

Ein kleines Resümee zum Schluss:

 

Auch im Norden gibt es einen schönen Fluss!

 

Ein Dank an Albert für die Organisation – das ist doch klar!

 

Und vielleicht ein Wiedersehen im nächsten Jahr!