N E T H E               

 

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Sonntag, 21. März 2010   Premiere auf der Nethe - Von Brakel nach Amelunxen

 

Abfahrt  10:50 Uhr in Brakel / Rast  12:00-12:40 Uhr am Wiesenwehr / Ankunft  14:00 Uhr in Amelunxen / Wetter: bewölkt

 

Teilnehmer: Friedrich, Dirk, Michael (Hameln), Michael, Sylvia

 

Obwohl die Nethe fast vor der Haustür liegt, haben wir es bisher noch nicht hingekriegt, sie per Canadier zu erkunden.

Doch jetzt haben wir uns zusammen gefunden,

 

und die Bedingungen sind wunderbar,

denn dank genügend Wasser ist sie heute gut fahrbar.

 

Hinter dem KV Brakel setzen wir an der alten Brücke ein

und fädeln uns in die flotte Strömung hinein.

 

Der Flußlauf zeigt sich mal schmal, mal breit

und manches Mal auch sehr kurvenreich.

 

Die Nethe zieht zügig entlang an Wiesen und Weiden,

deren Äste an einigen Stellen bis in das Wasser reichen

 

und zu einigen Slalomeinlagen zwingen,

die uns natürlich nicht aus der Ruhe bringen.

 

Vier kleine Wehre bauen sich im Flüßchen auf,

vor denen kommen wir teilweise schwer heraus.

 

Dafür ist das Umtragen nicht weit und das Einsteigen leicht,

denn die Ufer hinter den Wehren sind hier seicht.

 

Vor der Erkeler Brück‘ sind wir ganz entzückt.

Spritzig geht es hier voran,

kurz d’rauf legen wir in Amelunxen an.

 

 

 

18.-20. März 2011   Ein Hauch von Frühling auf der Nethe und der Weser

 

Standort:               Weser Aktivhotel Corvey / à Erw. 5,- €, inkl. Zelt + Pkw, Dusche 50-Cent-Münze

 

Teilnehmer:           Gabriele + Olaf/Münster, Burkhard, Volker, Günter, Friedrich, Michael, Sylvia

 

Freitag, 18.03.2011

 

Die Nethe wieder per Canadier zu erkunden,

haben wir uns in Corvey eingefunden.
Geborgen innerhalb der Klostermauer

logieren wir für eine Wochenend-Dauer
am Weser Aktivhotel Corvey.

In der Nähe fließt die Weser vorbei.
Das einstige Kloster und jetzige Schloß

liegt abgeschirmt vom normalen Straßenverkehr entfernt.
Im Schatten der zwei Kirchtürme, die sich über das Areal erheben,
ruht schon seit vielen Jahrzehnten Hoffmann von Fallersleben,
der Ende des 19.Jh. als Bibliothekar im Schloß Corvey tätig war.

 

Ab und zu rattert die Regionalbahn vorbei, abends kehrt aber Stille ein.
Der Vollmond späht irgendwann mal über den Wolkenrand.
Lange währt sein Blick zwischen den Wolken allerdings nicht,
er überläßt uns der Dunkelheit, etwas erhellt vom Lagerfeuerlicht.

 

Samstag, 19.03.2011   Von Brakel bis Amelunxen

 

Abfahrt  11:20 Uhr in Brakel / Rast  12:20-13:10 Uhr am ersten Wehr / Ankunft  16:25 Uhr in Amelunxen

 

Am Samstag ist es bei herrlichem Wetter soweit,

die Boote liegen startklar an der Nethe bereit.
Wir setzen ein an der Brücke nahe Brakel,

kurz darauf gibt es schon das erste Spektakel.
Munter geht’s auf dem sprudelnden Flüßchen los,

aber was macht das Tandem-Duo bloß?
Die sitzen fest, und wer ist schuld daran?

Natürlich die im Wege liegende Kiesbank!
Wieder in der richtigen Spur geht es flott weiter.

Die Nethe fließt in ihrem schmalen Bett heiter
kleine Schwälle hinunter und über manch eine Kiesbank hinweg,

die manchmal nur eine Handbreit Wasser bedeckt.
Wir paddeln durch enge Kurven, an Wiesen und Feldern vorbei,

dreimal teilt ein Wehr den einen Flußarm in zwei.
Umtragen ist jedes Mal angesagt,

denn Wassermangel bereits die Nethe plagt.
Als ein Busch seine Zweige vorwitzig rausstreckt,

sind diese Ursache für einen ökologischen Wassertest.
Selbstverständlich reicht für solche Sachen ein Boot,

das müssen nicht alle machen.
Ein Test reicht aber anscheinend doch nicht ganz aus,

 

das gleiche Boot nimmt sich später nochmals eine Wässerung heraus.
Bildet ein Baum von Ufer zu Ufer einen Bogen,

hat jeder präventiv den Kopf eingezogen.
Mit Bravour meistern auch alle Mann

den einen und anderen querliegenden Stamm.
Hinter dem 2. Wehr müssen wir eine kurze Treidelstrecke einlegen,

des wenigen Inhalts der Nethe wegen.
Vor dem 3. Wehr verliert das Flüßchen seine Munterkeit,

es wird zäh, und eine gefühlte Ewigkeit
quälen wir uns durch den breiten Rückstau,

nehmen aber dahinter wieder Fahrt auf.
Über kleine Schwälle strömt die Nethe nochmals behende
bis Amelunxen, hier geht unsere Tour heute zu Ende.
Abends machen wir uns an der Weser entlang auf den Weg

 

 

nach Höxter zum „China-Palast“ mit seinem leckeren Büffet.
Sonntag, 20.03.2011 Alternative zur Nethe: Auf der Weser von Beverungen bis Corvey

In Beverungen setzen wir am Sonntag in die Weser ein

und paddeln entspannt Richtung Corvey im Sonnenschein.
Natürlich sind dabei auch notwendige Pausen vorprogrammiert.

So haben wir uns im „Eulenkrug“ um einen Tisch gruppiert,
auf der Terrasse über dem Fluß,

darauf ein herrlicher Blick, ein wahrer Genuß.
„Hallo Nethe, sei gegrüßt!“

Denk ich, als sie in die Weser fließt.
Ein paar Meter paddeln wir hinein,

am Ufer laden Bänke zum Fußhochlegen ein.
Uns treibt keiner, wir haben keine Hast

und genießen eine letzte Rast.
Erholt paddeln wir weiter, an Boffzen und Höxter vorbei,

und sind wenig später wieder am Schloß Corvey.

 

 

 

14. Januar 2012   Kletterpartien: Von Bruchhausen bis in die Weser nach Höxter

 

Teilnehmer: Volker, Friedrich, Michael, Sylvia

 

Das Hochwasser lockt uns auf die Nethe, denn das muß genutzt werden. Zwar läßt sich die versprochene Sonne erst sehr spät und nur kurz blicken, aber weder Schnee noch Regen beeinträchtigt unser Wohlbefinden. Mit flotter Strömung bahnt sich der kleine, angeschwollene Fluß seinen Weg durch teils enge Kurven und über kleine Stromschnellen bis nach Amelunxen. Am Wehr kommen wir heute das erste Mal in den Genuß, uns mit den schlammigen Aus- und Einstiegen auseinander zu setzen. Das Wehr in Godelheim stürzt sich dermaßen wuchtig über die Wehrkante, daß sich der Sog des Wasserfalls noch beim Einstieg bemerkbar macht und ein guter Gleichgewichtssinn hilfreich ist, um wieder ins Boot zu kommen. Weil Friedrich beim Einstieg helfen will, wird Michael naß. Ein undurchlässiger Baumverhau kurz hinter dem Godelheimer Wehr zwingt uns zum Aussteigen am linken Ufer. Eine Herausforderung, denn wir müssen ins Wasser und über einen zwar kurzen, aber steilen Abhang die Boote ziehen.  Unsere Anlandung zur Rast an der Mündung in die Weser entpuppt sich als äußerst schmierige Angelegenheit. Wo sind die Stufen? Natürlich überspült und dick mit Schlamm bedeckt. Friedrich macht die Entenbremse, rutscht weg, und in meinem Boot landet der ganze Dreck. Konnten wir auf der Nethe windgeschützt paddeln, setzt uns der Gegenwind auf dem kurzen Stück bis zum Wassersportverein Höxter ordentlich zu, so daß wir froh sind, hier unsere Tour zu beenden.