14.-17. April 2006      NASSE OSTERN AM OBERMAIN      

 

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Freitag, 14.04.2006 

 

Standquartier: Bamberger-Faltboot-Club, Weidendamm 150, 96047 Bamberg

 

 

Samstag, 15.04.2006  Von Zapfendorf nach Hallstadt

 

An der Brücke in Zapfendorf setzen wir die Boote ein und freuen uns auf eine rasante Tour in der schön renaturierte n Flußlandschaft ohne hinderliche Umtragestellen. Der Obermain führt ordentlich Wasser und weist eine sehr flotte Strömung auf, denn der Pegelstand liegt ca. 1,30m höher als normal. Leider sind dadurch die herrlichen Schwälle zum größten Teil abgesoffen, aber Kehrwasserfahrten sind meistens trotzdem gut möglich, erfordern aber besonders eine hohe Konzentration bei den Ausfahrten. Die läßt an einer Stelle bei mir etwas nach und die Strafe folgt sofort. Ich rausche in eine Böschung - zum Glück ohne Grunduntersuchungen, und mein Boot gleicht anschließend einer halbvollen Badewanne. Hinter der Brücke von Breitengüßbach wird es Zeit, um den Energiehaushalt wieder aufzufüllen. Da der Mensch etwas Warmes braucht, wie Einige meinen, kommt sofort deren Kocher in den Einsatz. Weiter führt uns die Strömung bis zur Abzweigung in den neugeschaffenen See kurz vor Kemmern. Eine Seeüberquerung, eine kurze Rast am Ufer, danach paddeln wir wieder zum Obermain, wo uns nach einigen Kilometern der spritzige „Alte Kemmerner Schwall“ großes Vergnügen bereitet. Kurz darauf beenden wir hinter der Brücke von Hallstadt die heutige Etappe. Peter führt uns zum Abendessen erst an der Regnitz entlang bis zur urgemütlichen Gaststätte „Zum Bokser“. Hier genießen wir die gute fränkische Küche und natürlich Bamberger Bier wie z.B. das berühmte Rauchbier.

 

 

Sonntag, 16.04.2006  Manchmal kommt es anders …

 

Nässe von oben begleitet alle morgendlichen Aktivitäten. Mit der Motivation sieht es dementsprechend aus: „Wollen wir paddeln?“ „Mal sehen, wie es in Zapfendorf aussieht. Wir fahren erst mal los.“ Regen begleitet immer noch die Fahrt bis Zapfendorf, wo ein Auto abgestellt werden soll. Von nachlassendem Regen keine Spur – im Gegenteil-, es schüttet immer mehr!

 

Blickverständigung am Einsatzort in Haussen reicht. Wir fahren zurück nach Bamberg und gehen gleich zum gemütlichen Teil des Tages über: Früh- bzw. Mittagsschoppen im Restaurant am Platz. Da die Armmuskulatur heute nicht bewegt wird, bewegen zumindest Susanne und ich die Beinmuskulatur, indem wir uns nachmittags in die Altstadt aufmachen, während sich der Rest mit den Booten beschäftigt oder ein Schläfchen hält. Jupps besondere Arbeit besteht darin, die qualmende Feuerschale im Regen ständig hin- und herzutragen. Wie uns abends im Restaurant berichtet wird, ist das von dort aus amüsiert beobachtet worden.