L I P P E

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04.-07. Oktober 2006  Premiere auf der Lippe

Mittwoch, 04.10.2006   Zu neuen Ufern

Standort: Benninghausen, Campingplatz am Landgasthof Becker  = 5,- € à Erw. inkl. Zelt + Pkw

Endlich haben  wir uns durchgerungen, auf der Lippe zu paddeln und in Benninghausen den Campingplatz am Landgasthaus Becker als Standort auserkoren. Die Boote müssen zwar über die Straße getragen werden, dafür kann dort am Ufer sehr gut eingesetzt werden.

 

Donnerstag, 05.10.2006 Einsamkeit zwischen Benninghausen und Lippetal-Lippborg

Abfahrt  12:20 Uhr in Benninghausen / Ankunft  17:00 Uhr in Lippetal-Lippborg / Wetter: vorm. Regenschauer, sonnig-bewölkt

Pegel Benninghausen: 2,30m

Kaum haben wir vom Ufer abgelegt, halten wir schon Ausschau nach dem angekündigten Wehr, doch das war einmal. Knapp zwei Kilometer weiter versperrt eine Steinschüttung die Lippe. Leider kommen wir ums Umtragen nicht herum, da die links liegende enge Naturstein-Bootsgasse z.Zt. aufgrund des niedrigen Wasserstandes gesperrt ist. Nachdem wir den Unterlauf der Steinbarriere als Spielstelle zum Surfen getestet haben, widmen wir uns weiter dem mäandernden, ruhigen Flußlauf mit seinem Weidenbestand am Ufer. Vor dem Wehr bei der Kesseler Mühle entscheiden wir uns für die Fahrt durch den Schleusenkanal. Obwohl sich ein Jungschwan dabei sehr gestört fühlt, läßt er uns glücklicherweise in Ruhe. Wohin hätten wir auch ausweichen können?

Aus unserem Plan, im Gasthaus „Kesselers Mühle“ zur Rast einzukehren, wird nichts, da aufgrund der Strömung und der Enge ein Ausstieg sich als ziemlich schwierig erweisen würde. Die bessere Alternative ist es, links vor dem Wehr anzulanden und über die Brücke zum Gasthaus zu gehen. Ein paar Kilometer vor Lippetal-Lippborg verbreitert sich das Flußbett infolge von Renaturierungen. Noch kurvt die Lippe hier noch durch eine unbewachsene Landschaft, doch mit der Zeit wird sich das ändern. Als wir rechts vor der Brücke Lippetal-Lippborg an der Mündung der Quabbe unsere heutige Tour beenden, sind wir  zum größten Teil durch eine einsame Gegend gepaddelt und haben außer einigen Haubentauchern sowie Kinder im Baum niemand gesehen.

 

Freitag, 06.10.2006     Wehrbezwingungen von Mantinghausen bis Benninghausen

Abfahrt  11:15 Uhr in Mantinghausen / Rast  15:00-15:35 Uhr in Lippstadt / Ankunft  18:00 Uhr in Benninghausen

Wetter: sonnig-bewölkt, heftiger Gegenwind,  Regenschauer

 

 
Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen! Getreu nach diesem Motto dürfen wir erst einmal die Boote den weiten Weg bis zur Einsetzstelle am Kanuverein Mantinghausen schleppen, bevor wir uns der gut strömenden Lippe anvertrauen. Gerade mal einen Kilometer weiter wird es spannend für mich, denn das erste kleine Wehr zieht sich über den schmalen Fluß. Nach einigem Zögern nehme ich schließlich meinen ganzen Mut zusammen, paddle auf den Durchlaß des Wehres zu, sause den kleinen Schwall unbeschadet hinab. Am folgenden Wehr Mettinghausen kribbelt es zwar wieder, aber schon ein bißchen weniger. Nachdem wir eine Weile zwischen Erlen und Weiden hindernisfrei auf der sich windenden  Lippe gleiten, paralysiert ein Bollwerk, das Wehr von Esbeck, die Strömung, dessen Überwindung durch eine Bootsgasse erleichtert wird. Michael paddelt hinein und kommt nicht weit. Der Wassererdurchfluß reicht nicht aus, die Borsten bremsen das Boot und Michael bleibt nur noch die Option, auszusteigen und zu treideln.  Um das große Wehr des Hochwasserkanals in Lippstadt zu umgeben, paddeln wir durch die „Nördliche Umflut“, die eine freie Fahrt durch die Stadt ermöglicht. Ohne Wehr geht es hier aber auch nicht, dessen Bootsgasse einen nicht zu unterschätzenden Linksdrall am Auslaufausweist. Nun versperren keine Wehre mehr die Lippe, deren Flußbett sich zusehends verbreitert. Etwa vier Kilometer vor Benninghausen sorgt die Renaturierung des Flußlaufes für ungeschützte Uferpartien, so daß wir dem heftigen Westwind völlig ausgesetzt sind. Es zieht sich bis Benninghausen, und wir sind erleichtert, als die Aussetzstelle endlich vor uns liegt!

 

16.-19 März 2007       Ein feuchtes Wochenende

Standort: Benninghausen, Campingplatz am Landgasthof Becker  / Pegel Benninghausen: 2,80m

Freitag, 16.03.2007 Anreise     

Samstag, 17.03.2007    Von Paderborn/Sande bis Hörste

Wetter: Regenschauer, bewölkt. Gegenwind

Da der regnerische Morgen nicht unbedingt zum Paddeln motiviert, fahren wir auch erst gegen Mittag nach Sande ab. Susanne paßt, ihr Kreislauf ist noch nicht ganz stabil nach dem gestrigen Abend. Kräftiger Gegenwind beim Einsetzen läßt wettermäßig nichts Gutes ahnen, was sich auf der Tour auch als richtig erweist. So können wir die spritzigen Schwälle, die ein wenig Wildwassergefühle vermitteln, gar nicht so richtig genießen. Bereits kurz hinter Einsetzstelle wartet nach der Mündung des Slalomskanals die erste kleine Sohlschwelle der etwa sieben gut fahrbaren Sohlschwellen mit schönen Kehrwassern. Bei der zweistufigen 3. Stufe, der höchsten der Strecke, spritzt das Wasser über den Süllrand von Michaels und Manfreds Boot, und ein paar Liter Wasser finden den Weg in deren Canadier. Auch auf dieser Strecke mäandert die Lippe in einem schmalen Flußbett zwischen weiden- und erlenbewachsenen Ufern. Nach der Mündung der Heder sorgen noch einmal das Wehr und die bald darauf folgende Brücke kurz vor Mantinghausen für etwas Abwechslung, bevor wir vor dem Hörster Wehr unsere Tour beenden.

 

Sonntag, 18.03.2007    Ausfall

Der sich steigernde Regens läßt keine Lust zum Paddeln aufkommen, so daß die Boote an Land bleiben. Bevor wir unser nasses Lager abbrechen, widmen wir uns noch einem ausgiebigen und langen Frühstück.

 

05.-09. April 2007      Ostern auf der Lippe - Von Paderborn/Sande bis Lippetal-Lippborg

Teilnehmer: Rosi + Peter, Marianne, Hiram + Sophia, Susanne + Manfred, Michael + Sylvia

Standort: Benninghausen, Campingplatz am Landgasthof Becker 

 

Donnerstag, 05.04.2007 Anreise

Eine schlechte Nachricht erwartet uns bei der Ankunft in Benninghausen: Der Kiosk ist geschlossen wegen eines Brandes, die Brötchen müssen vom Bäcker geholt werden (die vom Kiosk sind besser!). Ein Blick auf die Lippe zeigt, daß ihr Wasserstand der Lippe höher als im Oktober letzten Jahres ist, denn die flache Einstiegsstelle ist reichlich überspült.

 

Freitag, 06.04.2007     Von Benninghausen bis Lippetal-Lippborg

Wetter: bewölkt

Dieses Mal sind wir nicht nur unter uns. Kajakfahrer vom KV Hamm starten ebenfalls in Benninghausen. Sie sind zwar bald unseren Blicken entschwunden, aber an der Steinschüttung haben wir sie wieder eingeholt. Neugierig beäugt ein Wisent am Ufer die vielen Gestalten, die sich auf dem Wasser bewegen bzw. sich an der Bootsgasse stauen. Diese ist heute sehr gut gefüllt und auch im Canadier problemlos zu fahren. Die Lippe windet sich meist durch weite Kurven. Oft lichtet sich das Ufer und läßt weite Blicke in die flache Landschaft zu. Bemerkenswert: Wir müssen keinen großen Kampf gegen den Wind auszufechten. Wenn er bläst, dann nur sehr verhalten. Bevor wir das Wehr bei der Kesseler Mühle mittig bezwingen, füllen wir erst einmal unseren Energiespeicher wieder auf.  Der renaturierte Abschnitt hat den breiten Flußlauf kurviger werden lassen, und teilweise haben sich schon kleine Inseln und Sandbänke in der Flußmitte gebildet. Trotzdem ist dieser behäbig fließende Streckenabschnitt noch ziemlich langweilig, da die Uferzonen infolge des noch fehlenden Bewuchses sehr öde erscheinen.

 

Samstag, 07.04.2007    Von Hörste bis Benninghausen

Wetter: sonnig-bewölkt

Unterhalb des Wehres in Hörste lassen wir die Boote zu Wasser und gleiten entspannt durch die Kurven der Lippe und durchqueren Lippstadt in der „Nördlichen Umflut“. Die nackten Uferbereiche des renaturierten Abschnitts kurz vor Benninghausen bevölkern z.Zt. zahlreiche Kanadische Wildgänse, die keinerlei Notiz von uns zu nehmen scheinen.

 

Sonntag, 08.04.2007    Von Paderborn/Sande bis Hörste

Wetter: sonnig-bewölkt

In Paderborn/Sande starten wir wie üblich unterhalb des Rundwehres und freuen uns auf das „spritzige“  Vergnügen - wortwörtlich für die Tandemfahrer unter uns – über die Sohlschwellen. Als etwas problematisch erweist sich die Anlandung zur Rast Sportplatz Boke. Die Lippe strömt eilig an der in einer Außenkurve liegenden, sehr kleinen Aussetzstelle vorbei und dementsprechend schwierig ist das rechtzeitige Ansteuern zum Ausstieg. Dafür meint es der windige Geselle schon fast gut mit uns, denn wie schon die Tage zuvor schickt er uns selten seinen Gruß entgegen und läßt nur eine leichte Brise wehen.

 

Montag, 09.04.2007     Wo ist der Einstieg?

Bevor wir nach Hause aufbrechen, schauen wir uns noch die Wildwasserübungsstrecke in Lippstadt an. Unklar bleibt für uns aber, wo die  Einsetzstelle dafür ist und brechen nach einigen vergeblichen Versuchen die Suche danach ab.

 

20.-22. April 2007      Über Sohlschwellen durchs flache Land: Von Paderborn/Sande bis Lippstadt

Standort: Zeltplatz des KV Mantinghausen

Teilnehmer: Gerlinde + Carsten Stralucke, Roland Pfersich, Detlef + Julia Wölbeling, Martin + Flora Kuhlmann, Susanne + Manfred,

    Michael + Sylvia

Freitag, 20.04.2007

Das auch ein Flachlandfluß Einiges zu bieten hat, haben wir inzwischen schon einige Male unter Beweis stellt. Jetzt treffen wir uns an einem Wochenende im April auf dem idyllischen Platz des Kanuvereins Mantinghausen und lassen nach den nötigen Aufbaubauarbeiten den Abend am wärmenden Lagerfeuer ausklingen. Wohltuend, denn es wird kalt.

Samstag, 21.04.2007    Foto-Session zwischen Paderborn/Sande und Mantinghausen

 


Wie kalt, zeigt sich am heutigen Morgen. Raureif färbt die Umgebung in ein zartes Weiß, aber die vorhergesagte "Renate" vertreibt bald die Kälte, so daß wir bei einer angenehmen Temperatur unsere Kanutour in Paderborn/Sande starten können. Bereits wenige Meter hinter der Einsetzstelle bahnt sich der kleine Fluß seinen Weg über die erste Sohlschwelle, die schwungvoll herunter gefahren wird. Bis Boke folgen weitere Schwellen, die allen ein spritziges Vergnügen bereiten. Dazwischen windet sich die Lippe zügig durch die flache Landschaft. Wiesen, Büsche und Bäume, die ihre Äste dem Wasser entgegen strecken, begleiten ihren Lauf. Kurz vor Boke lädt uns eine schöne Wiese zum

Rasten ein, und auch die Sonne trägt zum Wohlbefinden bei. Derart gestärkt können die letzten Sohlschwellen in Angriff genommen werden. An einer davon sorgt eine "Foto-Session" für die Dokumentation, und jeder gibt sein Bestes bei der "Bezwingung". Der Schwall des Wehres ein paar Kilometer hinter der Mündung der Heder bringt das letzte Mal auf dieser Tagesetappe noch einmal ordentlich Tempo in die Fahrt, bevor wir ein paar Kurven weiter am KV Mantinghausen anlegen. Das ist z. B. nicht jedem gestattet, worauf ein Schild am Ausstieg hinweist: "Gäste und DKV-Mitglieder sind willkommen. Kommerzielle und Sauftouren fahren bis zum nächsten Ausstieg weiter." Am Abend knistert

und knackt erneut das Holz im Feuer, das dieses Mal auch der Zubereitung einer Kessel-Gemüsesuppe dient.

 

Sonntag, 22.04.2007    Bewegendes und Geruhsames von Mantinghausen bis Lippstadt
Obwohl der Flußlauf ab Mantinghausen ruhiger wird, hat er noch bewegende Momente, denn auf seinen Weg bis Lippstadt zwängt er sich noch durch einige Wehre - alle gut fahrbar und mit schönen Kehrwassern. Wie gut das geht, können wir bei einer kurz vor uns gestarteten Gruppe Kajak-Kids beobachten, die hintereinander - aufgereiht wie eine Perlenkette - den Schwall des nahen Wehres hinunterfahren und im Kehrwasser aufeinander warten. Kurz vor Esbeck wird es Zeit für eine kleine Pause, denn der "kleine Hunger" will befriedigt werden. Aber allzu notwendig scheint das doch nicht zu sein, denn manch Einer bzw. Eine entscheidet sich zunächst für eine Bein-Schlammpackung nach dem Anlanden. Das Esbecker Wehr wartet heute mit einer gut gefüllten Bootsgasse auf, in der niemand auf den Borsten stecken bleibt. Danach haben wir bis Lippstadt viel Platz auf dem Wasser, denn das Flußbett wird zusehends breiter, bis es in Lippstadt von einem unfahrbaren Wehr versperrt wird. Aber auch hier ist an Paddler gedacht worden, denn die kurz zuvor rechts abzweigende "Nördliche Umflut" ermöglicht uns eine freie Fahrt durch die Stadt. Die letzte Bootsgasse wird bezwungen und vorsichtig manövrieren wir uns durch diesen flachen Wasserkanal, der uns nochmals einen "Minischwall" beschert, bevor er wieder in die Lippe mündet, wo unsere Kanutour endet. Jetzt bleibt nur noch eins: Boote auf die Autos, Rückfahrt nach Mantinghausen, Lagerabbau und leider schon wieder die Heimfahrt antreten.

 

28.-30. März 2008      Von der Winterzeit in die Sommerzeit: Von Paderborn/Sande bis Lippstadt

Standort:      Zeltplatz des KV Mantinghausen

Teilnehmer: Carsten Stralucke &Tochter, Uta, Martin, Leonhard & Flora Kuhlmann, Peter & Sven Keßler, Marianne Kube & Peter Bloch,

              Rosi & Peter Bergmann (ohne Boot), Susanne Hiemisch & Manfred Gusik, Michael & Sylvia


Freitag, 28.03.2008     Anreise

Samstag, 29.03.2008    Gegen den Wind von Paderborn/Sande bis Mantinghausen

Im Gegensatz zum letzten Jahr stellt sich die Lippe dieses Mal voll dar.

Das Paddeln wäre so ganz optimal, nur der Wind macht das zur Qual.

Über die Stufen rauscht die Lippe munter, und wir sausen mit ihr dort hinunter.

Jedes Kehrwasser wird mitgenommen, sind alle dort angekommen,

suchen wir wieder die Strömung im Fluß. Plötzlich nehmen Wellen Susanne unter Beschuß.

Die Lippe ist schmal, das Ufer ist nah und Susanne schnell an Land nach dem Bad.

Der Wind frischt auf, zuerst nur langsam,

dann kommt er von vorn und macht das Paddeln mühsam.

Sonntag, 30.03.2008    Im Zeichen des Windes von Mantinghausen bis Lippstadt

Heute morgen ist es kaum zu fassen, der windige Gesell hat fast nicht nachgelassen.

Einige beschließen, sich lieber auszuruh’n und sich den Kampf nicht noch mal anzutun.

Der Rest läßt es sich aber nicht nehmen, sich bis nach Lippstadt durch zu quälen.

 

10.-12. Oktober 2008  Herbst an der Lippe: Von Paderborn/Sande bis Lippstadt

Standort:     Zeltplatz des KV Mantinghausen

Teilnehmer: Peter & Sven Keßler, Dirk Stephan, Birgit & Volker Menzel, Detlef Wölbeling, Friedrich Blase & Bekannte, Marianne Kube &

    Peter Bloch, Michael & Sylvia


Freitag, 10.10.2008     Episode in Mantinghausen

Im örtlichen Gasthaus kehren wir ein zum Abendessen und sind wohl das letzte Mal dort gewesen,

denn diesmal erwartet uns hier nur Frust. Anscheinend hat der Wirt als Koch heut‘ keine Lust,

laut ihm verweigert der Herd seine Pflicht, so richtig glauben wir ihm das aber nicht.

Deshalb gehen wir nach einem Bier und suchen uns ein anderes Revier.

Im Gasthof Dalhoff in Hörste sind wir willkommen und haben etwas Kräftiges gegen den Hunger bekommen.

 

Samstag, 11.10.2008    Ein gemütlicher Tagesausklang am lodernden Feuer

Am prasselnden, warmen Feuerschein finden wir uns abends zum Grillen ein.

Mit Bier und Wein sowie einem warmen Essen im Magen beenden wir den Tag mit einem gemütlichen Abend.

 

Sonntag, 12.10.2008    Resultat des Tages

Die letzten Kilometer werden lang vor Lippstadt, die fast reglose Lippe macht uns ganz schön matt.

Wir sind uns einig: Das nächste Mal werden wir nur bis Hörste fahr’n.

 

16.-18. April 2010      Lippe und Heder: Altbewährtes und eine neue Bekanntschaft

Standort:     KV Mantinghausen

Teilnehmer: Peter Bergmann, Claudia Treiß, Bernd Briefs, Dirk Stephan, Friedrich Blase, Peter & Sven Keßler, Martin & Flora Kuhlmann, Susanne & Manfred, Michael & Sylvia

 

Freitag, 16.04.2010     Ankunft in Mantinghausen

Die Wetteraussichten sind vielversprechend, und ein rotgefärbter Abendhimmel deutet ebenfalls daraufhin, daß die Prognose recht behalten wird.

 

Samstag, 17.04.2010    Von Paderborn/Sande bis Mantinghausen

Abfahrt  11:15 Uhr in Paderborn-Sande / 1. Rast  12:35-13:10 Uhr in Boke / 2. Rast  14:15-14:35 Uhr am Wehr v. Mantinghausen / Ankunft  14:50 Uhr in Mantinghausen / Wetter: sonnig / Pegel: 1,35m

Von der kalten Nacht zeugt am Morgen noch der Raureif, der die Wiese mit einem zarten Weiß überzogen hat. Doch schon die ersten Sonnenstrahlen bringen den glitzernden Eisfilm zum Schmelzen und halten allerbestes Paddelwetter für uns bereit. Gut gefüllt legt die Lippe zwar ein flottes Tempo vor, schleift aber auch etwas die Schwälle an den Sohlstufen. Der Tip vom Vorsitzenden des Kanuvereins, morgen auf der Heder zu paddeln, einem Nebenfluß der Lippe, wird als Alternative zur üblichen Tour flußabwärts gerne angenommen.

 

Sonntag, 18.04.2010    Das erste Mal auf der Heder: Enge Kurven zwischen Weiden und Wald

Anfahrt zur Verner Mühle: Verlar > Verne, links in die Teichstr. (Fa. Storck) > Links am Ende der Straße bis zur Mühle

In vielen Bereichen weist die Heder noch einen naturnahen Verlauf mit ausgeprägten Windungen auf.
Trotz ihres Zahmwassers entpuppt sich die Heder als ein sehr lebendiges Flüßchen. Nachdem sie die Wiesen und Weiden hinter sich gelassen hat, schlängelt sie sich in engen Kurven unter Bäumen und zwischen verkeiltem Holz hindurch, durch das wir uns Stück für Stück arbeiten. Nach einer Befreiungsprozedur aus dem Dickicht von flußübergreifenden Schlehen sind es nur noch wenige Meter, und nach einer Straßenbrücke vereint sich die Heder kurz vor Mantinghausen mit der Lippe. Durch die Eintiefung des Lippeflußbetts im Mündungsbereich der Heder ist eine deutliche Tiefenerosion entstanden. Dies führt dazu, daß die Heder hier um ca. 1,70 m zu tief eingeschnitten ist. Am Wehr vor Mantinghausen haben wir uns jetzt auch eine Pause mehr als verdient. Dank Michaels Angebot an Sven, daß dieser sein Boot zum Surfen benutzen dürfe, tobt der sich noch einmal in den Wellen richtig aus.

 

08.-10. Oktober 2010 Über spritzige Sohlschwellen und durch enge Kurven

Teilnehmer: Sven & Peter Keßler, Friedrich Blase, Roland Pfersich, Guido (Sa.), Thomas Prause, Paggy & Knut Bommer, Sylvia & Michael


Standort:     KC Mantinghausen / Wetter: Sonne

 

Freitag, 08.10.2010

Bei herrlichem Sonnenschein treffen wir in Mantinghausen ein.
Thomas, Friedrich, Roland, Peggy und Knut stoßen im Laufe des Nachmittages dazu.
Sven und Peter kommen erst in der Dunkelheit, und kurz darauf steht auch ihr Zelt bereit.

 

Samstag, 09.10.2010    Auf dem schönsten Stück der Lippe

Abfahrt  11:30 Uhr in Paderborn-Sande / 1. Rast  12:30-13:00 Uhr an der Brücke Bentfeld-Anreppen  / 2. Rast  14:50-15:35 Uhr am Wehr vor Mantinghausen / Ankunft  15:50 Uhr in Mantinghausen

Morgens müssen wir uns beim Frühstück nicht beeilen und können dabei in Ruhe die Zuständigkeiten verteilen:
Wer fährt mit wem und auf welches Autodach werden welche Boote gepackt?
Wir haben heute noch Zuwachs bekommen, Guido hat sich ebenfalls Zeit für die Lippe genommen.
Schließlich setzt sich unter strahlender Sonne in Bewegung unsere kleine Kolonne.
Bevor wir in Sande endlich einsetzen können, müssen wir erst mit den Booten über die Straße rennen.
Schön ist es, wieder auf dem Wasser zu sein. Nach und nach finden wir uns an der Slalomstrecke ein.
Auch Sven ist inzwischen soweit und steht oberhalb bereit,
den kleinen Parcour hinab zu sausen mit kurzen Kehrwasserpausen.
Jetzt können wir gemeinsam starten, und der erste Schwall lässt nicht lange auf sich warten.
Im Kehrwasser wird eingeparkt, bis der Letzte die Stufe hinter sich hat.

Heute wird das schönste Stück der Lippe gefahren. Ab Sande hat die sich zwischen Feldern und Wiesen ihr Bett gegraben.
Weiden dehnen sich an ihren Ufern aus, strecken z.T. weit über das Wasser ihre Äste heraus.
Die Lippe springt spritzig und munter bis Boke einige Sohlstufen hinunter.
Links mündet die kleine Heder und kurze Zeit später
rasten wir am Wehr. Darüber freut sich Sven wieder sehr.

Hier kann er sich wieder ordentlich austoben, beim Surfen den Wildwassercanadier ausloten.
Noch ein paar Kurven und Paddelschläge, ein Brückenschwall bringt auf dem Wege,
nochmals ein wenig Geschwindigkeit, und schon ist es soweit.
Wir haben es mal wieder geschafft und erreichen wohlbehalten den Platz.
Nach diesem überaus schönen Tage stärken wir uns abends mit einem Grillgelage.

 

Sonntag, 10.10.2010    Auf der Heder in die Lippe

Abfahrt  11:25 Uhr an der Verner Mühle / Rast  12:50-13:35 Uhr am Wehr v. Mantinghausen / Ankunft  13:50 Uhr in Mantinghausen

 

 

Nicht ganz in der Ferne liegt die einstige Mühle in Verne. Hier starten wir auf der Heder unsere Tour. Die Paddelstrecke hat zwar nur
4,5 km, ist dafür aber sehr kurvenreich, und eine Wegebrücke veranlaßt bereits nach einigen Paddelschlägen, die Boote aus dem Wasser zu heben. Nach kurzem Umtragen setzen wir die Boote wieder ein und sind auf dem Flüßchen ganz allein. Von den Weiden schaut nur ab und zu ganz erstaunt die eine oder andere Kuh. Eilig hat es die Heder nicht. Auf ihrem Weg durchbricht ein verfallenes Wehr ihre Gemütlichkeit und macht sie etwas munter. Spritzig geht es den Minischwall hinunter. Das Buschwerk wird dichter und rückt beiderseits fast bis zur Mitte. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zur Mündung in die Lippe. Auf den letzten hundert Metern wird es teilweise sehr eng, doch wir haben uns gut durchgezwängt und brauchen die Säge nicht zu benutzen, um die Schlehen wie im Frühjahr zu stutzen. Kurz vor dem Ziel- wie soll’s anders sein – legen wir natürlich am Wehr eine Pause ein. Nach einem letzten Spaß in dessen Wellen müssen wir uns der bitteren Wahrheit stellen:
Wieder neigt sich eine schöne Kanutour allmählich dem Ende zu.