E D E R

 

Juni 1998    Auf der Eder bis zum Ende der Fulda: Von Mehlen bis Hann.Münden

 

Teilnehmer: Michael, Jupp, Jürgen, Dieter

 

Gemächlicher Start durch die charakteristischen Nixenhaare des Edergrundes

 

25. November 2006   Spritzig durch den Oberlauf: Von Raumland bis Hatzfeld

 

leichter Regen, bewölkt

 

Trübe zeigt sich der Himmel, als wir aufbrechen, um uns mit Peter in Hatzfeld zur Tour auf der oberen Eder zu treffen. Hier ist es immer noch grau, aber nasser. Es regnet leicht. Die leichtes Hochwasser führende Eder windet sich mit einer flotten Strömung in einem schmalen Flußbett durch zahlreiche, teils sehr enge Kurven. Plötzlich kommt etwas Spannung auf, die den Adrenalinspiegel etwas mehr als üblich ansteigen läßt. Stacheldraht überspannt die Eder. Also abbremsen, sich so gut es geht langsam nähern. Zum Glück kommen wir alle unbeschädigt darüber hinweg. Abwechslung bieten die vier Schrägwehre, die den den Flußlauf unterbrechen. Einige sind gut fahrbar, andere müssen wir umtragen, da das Hochwasser ordentliche Walzen im Unterwasser gebildet hat.

 

06.-08. Juli 2007   Von Raumland bis zum Wehr Dobenau

 

Freitag, 06.07.2007 > Auf dem Zeltplatz des KV Hatzfeld bauen wir unser Zelt in unmittelbarer Nachbarschaft des Wehres auf, was sich später als nicht so gute Idee erweist. Wir hätten es eigentlich wissen müssen, denn Wasser rauscht nun mal am Wehr.

 

Samstag, 07.07.2007   Von Raumland bis Hatzfeld: Slalom durch die Steine > Bevor wir nach Raumland aufbrechen, nehmen wir die neu gestaltete „Steinstrecke“ zwischen Industriegebiet und Stadtbeginn von Hatzfeld in Augenschein. Dabei kommen wir mit Einheimischen ins Gespräch und ein freundlicher Herr muß uns unbedingt warnen: „Da sind schon viele umgekippt.“ Nicht gerade motivierend, aber wir sind guter Dinge. In Raumland setzen wir die Boote ein und gleiten entspannt mit der Strömung Hatzfeld entgegen. Zahlreiche hohe Herkulestauden säumen die Ufer auf der gesamten Strecke- schön anzusehen, aber hochgiftig, denn phototoxisch! Obwohl  der neue Streckenabschnitt in Hatzfeld von oben doch etwas beeindruckend wirkte, läßt sich die Slalomfahrt durch die Steine leicht bewältigen. Und von uns hat keiner das Wasser untersucht!

 

Sonntag, 08.07.2007   Von Hatzfeld bis zum Wehr Dobenau

 

Abfahrt  11:40 Uhr in Hatzfeld / Ankunft  14:40 Uhr am Wehr Dobenau / Sonne, heiß

 

Die heutige Etappe ab unserem Standort empfinden wir als weniger lohnenswert. Mühsam müssen wir die zahlreichen Wehre durch hochbewachsene Wiesen z.T. weit umtragen, und die Sonne meint es auch noch besonders gut mit uns und schickt ihre heißen Strahlen auf uns hinab. Am Wehr Dobenau reicht es uns dann auch, wir beenden hier unsere Tour.

 

19. August 2007   Reizvolle Tour unterhalb des Edersees: Von Affoldern bis zum Wehr Ungedanken

 

Abfahrt  10:55 Uhr in Affoldern / Rast  11:40-12:10 Uhr Rastplatz zwischen Bergheim und Wellen / Ankunft 13:20 Uhr am Wehr Ungedanken

 

Wir treffen uns mit Rosi und Peter unterhalb des Edersees in Affoldern und setzen hier an der Brücke unsere Boote ein.

 

Im Gegensatz zum Oberlauf strömt die Eder hier in einem breiteren Flußbett, in dem zwei Naturstufen mit gut fahrbaren Bootsgassen für spritzige Vergnügen sorgen. Ein gemütliches Kaffeetrinken in Fritzlar soll den schönen Tag abschließen. Leider wird es nicht so ruhig wie gedacht aufgrund eines Stadtfestes.

 

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E D E R S E E

 

 

 

22.-24. August 2003   Flachwassertouren auf dem Edersee

 

Freitag, 22.08.2003   Anfahrt: Im Sommer des andauernd sinkenden Wasserstandes verlagert sich natürlich auch der Wasserspiegel des Edersees allmählich aber stetig immer weiter nach unten. Demzufolge taucht Versunkenes nach und nach wieder auf. Neugierig darauf fühlen wir uns regelrecht motiviert, auf dem See zu paddeln und wählen als Standort den Campingplatz in Bettenhagen auf der Halbinsel Scheid. Der Platz ist zwar alles andere als schön, liegt aber einigermaßen zentral für Kanutouren in beide Richtungen. Weit unter uns schimmert der Edersee, der normalerweise den Campingplatz begrenzt, im Sonnenschein, und wir würden hier schon im Wasser sitzen und könnten zum Ablegen direkt in die Boote steigen. Entschädigt für den ungemütlichen, sehr schmalen Streifen zum Zelten werden wir in dem nahe gelegenen Restaurant „Seemannsheim“ mit seinen hervorragenden Fischgerichten.

 

Samstag, 23.08.2003   Die „Unvollendete“ - Richtung Asel-Brücke

 

Abfahrt  11:00 Uhr / Rast  14:30-15:45 Uhr / Ankunft  16:25 Uhr

 

Da die berühmteste Brücke des Edersees wieder aus den Fluten aufgestiegen ist, soll unsere 1. Tour dorthin gehen. Frohgemut legen wir ab und fühlen uns zwischen den hohen erdigen Ufern etwas in eine mondähnliche Landschaft versetzt. An der hellen Linie am obrigen Uferrand ist der normale Wasserstand des Sees klar erkennbar. Heute dümpeln die Segelboote weit davon entfernt. Allerdings schwindet der Traum, unter der normalerweise im Wasser liegenden Asel-Brücke durchzupaddeln, allmählich, bis er endgültig begraben werden muß. Der Wasserlauf nimmt ab, der Schlamm auf dem Boden wird immer dicker. Bevor wir dort steckenbleiben, wenden wir vorsichtshalber – Prävention gegen ein Schlammbad, um die Boote wieder frei zu bekommen. In der „Endstation“ trösten wir uns für die unvollendete Tour mit einem Imbiß und abends zieht es uns wieder ins „Seemannseim“.

 

Sonntag, 24.08.2003   Bis zur Staumauer und nach Asel

 

Abfahrt  11:25 Uhr / Rast  13:05-13:40 Uhr / Ankunft  14:20 Uhr

 

Die 1914 in den Fluten versunkene Brücke wollen wir aber doch noch sehen. Also gibt es einen Zwischenstop in Asel während unserer Heimfahrt. Und da steht sie, die abermals restaurierte Asel-Brücke, unter der die Eder z.Zt. nur noch ganz gemächlich unter durch rinnt und gerademal etwa einen Fuß hoch ist. Die völlig freigelegte Brücke hat in diesem Flachwasserjahr zu einem Touristenauflauf geführt, zu dem auch die Medien ihren Teil beigetragen haben.

 

 

 

LANDGEWINNUNG AM EDERSEE     04. Oktober  2015

 

Es ist mal wieder soweit, die Flüsse leiden unter Wasserarmut, so auch die zum See gestaute Eder, so daß abermals ein völlig neues Landschaftsbild entstanden ist, in dem sich allerlei Pflanzen das Terrain wieder erobert haben.

 

Wie fast jedes Jahr im Herbst, wenn immer weniger Wasser den Edersee füllt, taucht die Aseler Brücke wieder auf, die  seit etwa 100 Jahren ihr Dasein auf dem Grund des Sees fristet.

 

Dieses Jahr ist der Wasserspiegel so extrem gesunken, daß sich diese Brücke komplett über dem Seeboden erhebt, so daß trockenen Fußes von Ufer zu Ufer spaziert werden kann.