A L P E N F L Ü S S E:  I L L E R  &  I S A R     02.-15. August 2014

 

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Im Allgäu auf der Iller

 

Samstag, 02.08.2014   Alternative zu Sonthofen                                   (Wetter: sonnig-bewölkt, 26°C)

 

Abfahrt  8:00 h in Albaxen / Rast  12:00-12:30 h am Autohof Wörnitz / Ankunft  ca. 16:00 h in Immstadt-Bühl

 

Bis nach Bayern geht es flott voran, dann gibt es einige Staus auf der Autobahn.

 

Mal strahlt die Sonne wunderschön, mal lassen sich nur noch Wolken seh’n.

 

Ein paar Tropfen rinnen aus ihnen heraus, ein großer Schauer wird zum Glück nicht d‘raus.

 

Je näher wir Sonthofen kommen, je mehr die Sonne sich verdrückt, dort haben wir dieses Mal kein Glück.

 

Der Campingplatz ist rappelvoll, zudem ist die Aussicht auch nicht toll.

 

Der Himmel zeigt sich hier sehr bedeckt, und die Bergspitzen sind inzwischen ganz versteckt.

 

Was soll’s! Wir brauchen nun ein anderes Heimund richten uns auf dem Alpsee-Camping in Immenstadt ein.

 

Bald finden sich auch Henning und Günter ein, gemeinsam kehren wir zum Abendessen ins Camping-Stüberl ein.

 

Sonntag, 03.08.2014   Von Sonthofen bis zur Rottach-Mündung

 

Abfahrt   ca. 12 Uhr in Sonthofen / Ankunft  ca. 15 Uhr an der Rottach-Mündung / Wetter: sonnig-bewölkt, Regen

 

Ø  Mit dabei:  Uwe König und Dami

 

Zur Marienbrücke zu kommen, fällt uns diesmal etwas schwer,  und so irren wir in Sonthofen und Umgebung hin und her.

 

Als wir schließlich die Brücke gefunden haben, können wir endlich unsere Boote abladen.

 

Von der klaren Iller lassen wir uns gern empfangen,  ihr Hochwasser ist inzwischen etwas zurückgegangen.

 

Flott nimmt uns die schnelle Strömung auf, Sohlstufen tauchen fast gar nicht mehr auf.

 

Das Naturwehr Sielen schauen wir uns genau an, dann geht es an die Bootsgasse ran.

 

Rasant paddeln wir diese herunter, die Wellen spritzen hoch und munter.

 

Seit Sonthofen hat uns ein dunkler Himmel verfolgt und noch vor der Illerschleife eingeholt.

 

Jetzt schütten doch noch die Wolken ihren Inhalt über uns aus bis zur Rottach-Mündung, dort klettern wir aus den Booten raus.

 

Allmählich läßt der Regen nach, der Himmel wird wieder hell, so daß wir den Kaffee nebst Beilage genießen können in Martinszell.

 

Montag, 04.08.2014   Von Sonthofen bis zur Rottach-Mündung                        (Wetter: sonnig-bewölkt, Regen, Wind)

 

Ø  Mit dabei: Eva und Sören König, Dami

 

Weil es uns auf der Iller so gut gefiel, ist Sonthofen nochmal unser Ziel,

 

um abermals zu paddeln wie am gestrigen Tag bis zur Mündung der kleinen Rottach.

 

 

 

Nach den Regenfällen der Nacht entfaltet die Iller noch mehr Macht.

Milchiggrün rauscht sie durch die Marienbrücke und läßt zwischen den Steinen kaum eine Lücke.

 

Viele Paddelschläge brauchen wir heute nicht, die schnelle Strömung nimmt uns rasant mit.


 

Bis zum Wehr Sielen stört kein Hindernis der Iller Lauf,

mächtige Wellen türmen sich dort am Ende der Bootsgasse auf.

 

Nur Dami und Günter wagen sich heute dort hinunter,

 

mehr hüpfend als paddelnd kommen sie unbeschadet herunter.

 

Nachdem wir am Ufer vor der Illerschleife etwas verweilen,

 

lassen wir uns durch diese Idylle fast nur noch treiben.

 

Nochmals beschließen wir die Tour in Martinszell,

 

noch ist der Himmel über uns einigermaßen hell,

 

denn das für nachmittags angekündigte Gewitter sucht uns nicht heim,

 

dafür brechen abends heftige, windige Regengüsse über uns ein.

 

Am nächsten Morgen sagen wir hier "Ade!", wir fahren weiter zum Kochelsee.

 

 

 

Vom Kochelsee an die Isar und die Loisach

 

 

 

Dienstag, 05.08.2014   Zum Kochelsee     (Regen)

Kaum haben wir Immenstadt verlassen,

 

Regentropfen herunter prasseln.

 

Die begleiten uns über Durach und Murnau unentwegt

 

bis zum nächsten Basislager am Kochelsee.

 

 

 

Direkt am See auf dem Campingplatz Renken

 

 

ist an einen Zeltaufbau zunächst nicht zu denken.

Petrus macht es uns wahrhaftig schwer,

 

denn es regnet und regnet - mal weniger, mal mehr.

 

Doch irgendwann ist es doch soweit,

 

das Tipi steht endlich bereit.

 

Jetzt hört es auch tatsächlich zu regnen auf,

 

sogar die Sonne lugt mal kurz aus dem tristen Grau.

 

Kochel am See

 

Das ursprüngliche Fischerlehen und heutiger Luftkurort mit seiner über 1250jähr. Geschichte

 

liegt vor der majestätischen Bergkulisse des 1731m hohen Herzogsstand und des 1567m hohen

 

Jochbergs, der sich im klaren Wasser spiegelt. Sehenswert sind die bunten traditionellen Bauernhäuser im Fischerviertel, dem ältesten Viertel Kochel. Das Denkmal des Schmieds von Kochel wurde zu Ehren des hünenhaften Schmieds Balthasar Mayer errichtet, der 1705 während der kaiserlich-österreichischen Besatzung in der Sendlinger Bauernschlacht gefallen ist und als bayerischer Volksheld verehrt wird.

 

 

 

Mittwoch, 06.08.2014   Von Wallgau bis Vorderriß: Ein nicht gerade motivierender Beginn

 

Abfahrt  ca. 12 Uhr in Wallgau / Ankunft  16:30 Uhr in Vorderriß / Wetter: sonnig-bewölkt

 

Mautstr. Wallgau-Vorderriß  4,00 €

 

Während wir in Wallgau auf die Rückkehrer  warten, wird uns von einem Einheimischen abgeraten von hier zu starten:

 

„Solltet ihr das trotzdem wagen müsst ihr treideln oder tragen

 

denn da vorne gibt’s zum Paddeln kein Wasser mehr.“ Unsicher geworden überlegen wir hin und her

 

und sind uns einig, trotz alledem wollen wir die Tour in Angriff nehmen.

 

Kaum hat uns die schwache Strömung aufgenommen sind wir schon nicht weiter gekommen.

 

Also nehmen wir die Boote an die Leine und vertreten uns erst einmal die Beine.                                     

 

Es rauscht, es rinnt, es rieselt unter uns, aber meistens  nur knapp über dem Grund.

 

Einige Meter Paddeln gönnt uns zwischendurch die Isar auch bis zum Umtragen um einen Baumverhau.

 

Das Vorhandensein von Kehrwassern ist einfach Klasse zum Vermeiden des Strandens in einer hölzernen Sackgasse.

 

Ein Schlauchboot hatte kein Glück mit dem mächtigen Baumverhau und dekoriert nun die kahlen Äste mit seinem Königsblau.

 

Vor einer scharfen Linkskurve machen wir Rast, und danach heißt es „Aufgepaßt!“

 

 

 

Bäume türmen sich in der Außenkurve auf, Günter hat ein Auge d’rauf

und lotst alle sicher daran vorbei. Die Isar fordert auch weiterhin viel Aufmerksamkeit.

 

Ab Schröfeln bringt uns die Strömung flott voran. Enge Kurven und Baumleichen am Uferstrand

 

erfordern volle Konzentration. Läßt die nach, passiert es schon,

 

dass sich das Boot seinen Weg selber sucht, für heute hat man dann schon geduscht.

 

So greifen im Wasser liegende Äste nach dem Michaels Canadierheck

 

und ziehen ihm das Boot unter dem Hintern weg.

 

An einer Brücke wird mir die Durchfahrt verwehrt, weil ein kahler langer Ast diese erschwert.

 

Schon häng ich dran an der hölzernen Strippe, unter mir macht das Boot schnell die Kippe.

 

 

 

Jetzt schnell loslassen, das Paddel festhalten und das Boot fassen,

sofort zieht mich die Strömung mit die Isar hinunter ein ganzes Stück.

 

Mit Hilfe erreiche ich das Ufer unversehrt,

 

 

 

hier wird das Boot vollständig geleert.

Bis zum Ende der heutigen Tour

 

in Vorderriß ist es g’rad mal ca. 1 km nur.

 

Am Kochelsee erwartet uns schon Christian

 

und bietet Kaffee sowie leckeren Kuchen an.

 

 

 

Donnerstag, 07.08.2014   Ohne Wanderung bis zur Geschiebesperre des Sylvensteinsees

 

Abfahrt   12 Uhr in Schröfeln (Parkplatz 4) / Ankunft  15:30 Uhr an der Geschiebesperre/ Wetter: sonnig-bewölkt, Gewitter, Regen

 

 

Nochmals fast nur im Wasser zu wandern sehen wir nicht ein und setzen erst in Schröfeln die Boote ein.

 

Türkis glitzert die klare Isar in der Sonne. Sofort paddeln zu können – welch eine Wonne!                                                                            

 

Die beiden Packsäcke auf einer Insel, die wir gestern sahen, scheinen noch immer keinen Besitzer gefunden zu haben.

 

Beunruhigt schauen Günter und Henning nach und finden nasse Kleidung in einem Sack.

 

Sicherheitshalber informiert Christian die Polizei, die erklärt sich sofort zu weiteren Nachforschungen bereit.

 

 

 

Heute steigt keiner ungewollt aus, den ragenden Ästen weichen wir diesmal aus.

Hinter Vorderriß zeigt sich die Flußlandschaft der Isar immer noch ursprünglich und wunderbar.

 

Ab hier bildet sie noch mehr Rinnen,

 

und schroffe, steile Felswände sie in Kurven zwingen.

 

Die Rinnen weichen erst kurz vor der Geschiebesperre wieder zurück.

 

Dort begrenzt den Weg der Isar eine Mauer in einem endlos erscheinenden Stück.

 

Tosend sich darunter das Wasser durch die Öffnung zwängt und wuchtig über Felsbrocken zum Sylvensteinsee drängt.

 

Hier ist heute für uns Schluss,

 

und zu unserem Verdruss

sagt auch die Sonne nun „Ade!“ auf dem Weg zum Kochelsee.                                                                                                   

 

Kaum biegen wir auf dem Campingplatz ein,

 

bricht ein heftiger Wolkenbruch samt Blitz und Donner über uns herein.

 

Jetzt kann uns keiner mehr unter dem Tarp hervorlocken,

 

hier sitzen wir gut und der Grill samt Auflage bleibt trocken.

 

 

 

Freitag, 08.08.2014   Auf der Loisach von Farchant bis Großweil

 

Abfahrt   10:30 Uhr in Farchant/ 1. Rast in Oberau / Ankunft  15:30 Uhr in Großweil / Wetter: Sonne

 

In dem leichten Hochwasser der Loisach paddeln wir diese ab Farchant rasant hinab.

 

Milchiggrün strömt der Fluss durch den Wald, hinter den überspülten Steinen liegt mancher kleine Schwall.

 

Die Sohlgleite kurz vor Oberau bringt viel Spaß, sie ist gut fahrbar, und keiner wird nass.

 

Das kühlende Nass wiederum nutzt eine Kuh, zum Glück bleibt sie stehen und schaut uns nur zu.

 

Das reichliche Wasser hat auch die Steine in Eschenlohe begraben, die normalerweise als Barrieren bis in die Flussmitte ragen.

 

So bieten sich heute keine Kehrwasser zum Einparken an, zwischen den befestigten Ufern strömt eilig die Loisach entlang.

 

Für eine zweite Rast lässt die uns erst wieder eine Lücke nach einigen Kilometern hinter der Stadt unter einer Eisenbahnbrücke.

 

 

Bis zum nächsten Waldeintritt macht die Loisach keinen Knick.

Doch dieses etwas öde Stück überwinden wir zum Glück

 

 

 

dank der schnellen Strömung im Nu. Bald d’rauf paddeln wir auf das Wehr Kleinweil zu.

Dessen Bootsgasse zieht nicht nur Paddler an,

 

auch eine große Fichte mit ausladenden Ästen am Stamm.

 

Erich und Günter wagen sich an ihr vorbei und ersparen sich somit die Umtragerei.

 

Als etwas weiter die Großweiler Brücke den Fluss überspannt

 

sind wir am Ziel, erschöpft landen wir an.

 


 

Samstag, 09.08.2014   Von Einöd nach Wolfratshausen

 

Ein Unglück kommt selten allein oder Treffpunkt Moosbach Gemeindehaus         (Wetter: Sonne, Regen)

 

Mit Tempo rauscht die Isar an Einöd vorbei, hier machen wir uns zur Abfahrt bereit.

 

Aber bereits etwa eine halbe Stunde später nach ca. fünf Kilometern

 

ist es für einige Weile mit der Paddelei in einer scharfen Linkskurve schon vorbei.

 

Dort lauert ein Baumverhau Paddler auf, Michael sitzt fast d’rauf.

 

Seine Selbstrettung weg von dem Ungetüm gelingt, doch der rettende Wurfsack bringt

 

in der starken Strömung nicht das gewünschte Resultat, weil der Sicherungsring an der Weste schlapp macht.

 

Der Canadier ist vorher schon weiter geschwommen und vor einem Stamm im Wasser zum Halten gekommen.

 

Auch Michael hat bald wieder festen Stand, er rettet sich nahe des Bootes an Land.

 

Seine Versuche, sich zum Boot zu bewegen, verhindert die Strömung, die ist dagegen.

 

Erich wollte Michael zu Hilfe eil‘n, kam aber aus dem Kehrwasser zu früh in die Strömung rein

 

und somit dermaßen in den Sog, dass der ihn in den Baumverhau zog.

 

Dort sitzt er nun auf seinem Boot, und wir geraten etwas in Not,

 

denn Günter kommt nicht an ihn heran. Doch Erich strengt sich an

 

und klettert rufend aus dem Gestrüpp heraus: „Ich gehe jetzt nach Moosbach. Wir treffen uns am Gemeindehaus.“

 

Währenddessen ist auch die Rettungswacht vor Ort, denn Badegäste informierten die sofort.

 

Erst kreist der Hubschrauber über uns hin und her, doch den brauchen wir nicht mehr.

 

Die ersten Versuche der Rettungswacht, Michaels Boot zu bergen, haben nichts gebracht.

 

Erichs Boot zu bewegen hätte keinen Sinn, meinen sie, in der Isar sei noch zu viel Wasser drin.

 

Der Chef der Geretsrieder Feuerwehr rät aufgrund der Wetterlage uns sehr:

 

„Wer nicht unbedingt hier bleiben muss, sollte weiter zu fahr’n.“

 

Nach einigem Zögern paddeln wir weiter, aber nicht mehr bis Schäftlarn.

 

Wir schaffen es in etwa einer halben Stunde bis Wolfratshausen die Isar an weiteren Baumleichen vorbei herunter zu sausen.

 

Ein Taxi bringt Christian und mich zu unserem Auto nach Schäftlarn, dort treffen wir Erich auf der Brücke vor dem Parkplatz an.

 

Erstaunt hören wir seinen Kurzbericht: „Ein Einheimischer meinte auf seine Frage: Moosbach? Moosbach gäbe es nicht.                              

 

Aus dem Ort hat mich Jemand nach Einöd mitgenommen, und so bin ich wieder zu meinem Auto gekommen.“

 

Gemeinsam schlagen wir die Richtung nach Wolfratshausen ein, dort wartet Henning auch nicht mehr allein.

 

Günter und Michael sind inzwischen dort ebenfalls eingetroffen, samt Michaels Canadier, der ist nicht abgesoffen.

 

Jetzt woll‘n wir so schnell wie möglich zurück zu unseren Zelten fahr’n,

 

doch dagegen sind die Verkehrsbedingungen dank der gesperrten Autobahn.

 

Dem Kochelsee kommen wir keineswegs näher,

 

 


 

 

 

im Gegenteil, es werden mehr und mehr Kilometer.

 

 

Irgendwann weiß keiner mehr wie es weiter geht,

doch schließlich sind wir auf dem richtigen Weg.

 

Am Abend offenbart sich noch,

 

Moosbach gibt es doch.

 

Es ist ein Bach zur Isar hin,

 

der Ort heißt übrigens Ascholding.

 

Abends haben wir noch Besuch bekommen,

 

Bärbel und Roman sind aus ihrem Italienurlaub angekommen.

 

 

Sonntag, 10.08.2014   Aktion Bootsbergung                                            (Wetter: Sonne)

 

Jeder noch an den Canadier denkt, der einsam in der Isar hängt.

 

Deshalb machen wir uns auf nach Ascholding und wandern auf Erichs Spuren zur Kenterstelle hin.

 

Ein Fünkchen Hoffnung haben wir noch, vielleicht gelingt uns die Bergung doch.                                     

 

Dort angekommen, trauen wir unseren Augen kaum, das Boot hängt nicht mehr im Baum,

 

nur ein gelber Sack  schaukelt zwischen den Ästen auf und nieder. So holt sich Erich zumindest einen Auftriebskörper wieder,

 

den er, natürlich gut gesichert, aus dem widerspenstigen Verhau befreit, fünf starke Männer stehen dafür am Seil bereit.

 

Was ist aber mit dem Boot passiert? Daran sind wir äußerst interessiert.

 

In Wolfratshausen hoffen Henning und Günter etwas zu erfahren, indem sie dort Paddler nach dem Boot befragen.

 

Michael setzt Erich in Einöd ab, der will noch einmal den Fluss hinab.

 

Ab Geretsrieder Brücke wird es aber aufgrund der Isarsperrung nicht weitergeh’n,

 

so kann Erich erst ab Wolfratshausen paddelnd nach seinem Canadier seh’n.

 

Übrigens weist in Einöd nichts auf die Sperrung hin, das kam den Behörden wohl nicht in den Sinn.

 

 

 

Erich hatte dort trotzdem Glück, denn der Schlauchbootverleiher hielt ihn vom Start zurück.

In Schäftlarn harrt derweil Michael in dem Gasthaus

 

namens „Brückenfischer“ wartend auf Erich aus.

 

Während die Männer durch die Gegend eilen, kann ich mir die Zeit mit Kringeln vertreiben.

 

 

 

Doch die Hitze macht mir sehr zu schaffen, ich flüchte bald wieder in den Schatten.

Ein wenig neugierig werde ich allmählich schon und drücke Michaels Nummer im Telefon.

 

Allerdings habe ich mich vertan und eine fremde Stimme ist dran.

 

Würde ich etwas vermissen, will diese von mir wissen.

 

Im ersten Moment meine ich nur: „Nein“, doch zum Glück fällt mir Erichs Boot gleich ein.

 

Ich höre erstaunt, wir bräuchten uns nicht mehr zu sorgen,

 

er habe es gestern Abend mühsam aus der Isar geborgen,

 

und es läge in Geretsried zum Abholen bereit.

 

Keine Frage – natürlich haben wir dafür morgen Zeit!

 

Die Einladung von Bärbel und Roman zum Abendessen nehmen wir gern an.

 

So machen wir uns auf in den benachbarten Ort zum „Landgasthof Fischerwirt“ in Schlehdorf.

 

Montag, 11.08.2014   München im Regen

Heute erliegen wir fast dem Einkaufsrausch in Münchens bekanntesten Outdoorhaus,

 

 

 

um einige verlorene Sachen zu besorgen,

denn nicht alles wurde aus der Isar geborgen.

 

Bevor wir aber suchend durch Globetrotter laufen,

 

lockt der berühmte Viktualienmarkt zum Einkaufen,

 

denn der ist für uns günstig gelegen. Wir schlendern an den Ständen entlang – trotz Regen.

 

Alles ist erledigt, wir haben noch Zeit, und alle sind sofort bereit,

 

 das skurrile Valentin-Karlstadt-Musäum vis-à-vis zu besuchen, um dort im urigen Cafè zu entspannen bei Kaffee und bei Kuchen.

 

 

 

 

 

Nach dem verregneten München in Geretsried angekommen,

haben wir glücklich Erichs Boot in Empfang genommen.

 

Emanuel, die fremde Stimme an meinem Telefon,

 

berichtet uns von der Bootrettungsaktion.

 

Wie so vielen anderen nach uns an jenem Tag

 

habe auch er mit seinen Freunden das Pech gehabt,                                                         

 

mit dem Schlauchboot in den Baumverhau zu rauschen, und das Boot verhinderte, dem Gluckern auf dem Grund zu lauschen.

 

 

 

Als Dank für ihr Überleben, mühten sie sich, das Boot aus der Isar zu heben.

Unser aller Dank gilt Emanuel und seiner Crew, denn zu der Aktion gehörte schon einiger Mut dazu.

 

 

 

So ist alles doch noch zu einem guten Ende gekommen,

aber vom weiteren Paddeln haben wir Abschied genommen,

 

Die Isarsperrung bleibt noch ein paar Tage bestehen,

 

 

Unsere Kenterungen erwiesen sich übrigens als Glücksfälle für die folgenden Unfälle an derselben Stelle. Dank der bereits anwesenden Rettungswacht konnte z.B. einige Mädchen wegen Unterkühlung sofort behandelt werden und einer Frau das Leben gerettet werden, die wiederbelebt werden mußte.

und Erich will nach Haus, um gründlich sein Boot nachzusehen.

 

 

Dienstag, 12.08.2014   Im Walchenseekraftwerk – Ein Kraftwerk mit Geschichte         (Wetter: Sonne, Regen)

 

Erich fährt heim und wir vier fragen uns: „Was machen wir?“

 

Ein Umzug zur Tiroler Ache haben wir ebenfalls wegen Hochwasser gestrichen.

 

Schließlich meint Günter, er wolle gern seine Erinnerung auffrischen

 

an einen Schulausflug zum Walchenseekraftwerk hin mit seinen monumentalen Rohren, die schon von weitem sichtbar sind,

 

nur 1,5km entfernt zwischen dem Walchen- und dem Kochelsee. Wir schließen uns an, denn uns gefällt die Idee.

 

 

 

 

 

Am Abend lockt uns der „Fischerwirt“ noch einmal,  vielleicht klappt es mit der Haxe dieses Mal.

 

Leider bekommen die Herren die ersehnte Schweinshaxe wieder nicht,

 

denn die gibt’s nur - solange der Vorrat reicht - freitags bis sonntags als Gericht.

 

         

 

Mittwoch, 13.08.2014  Steile Fahrt in die Tiroler Landeshauptstadt           (Wetter: Regen)

 

Nachdem uns Günter und Henning nun auch verlassen haben, werden wir Günters Rat zufolge nach Innsbruck fahren.

 

Die Route führt dorthin uns durch Krün, hier schimmert die flache Isar eisig grün.

 

Steil steigt die Straße im Karwendelgebirge an, eine ebenso steile Abfahrt folgt dann.

 

In dem bekannten Wintersportort wird das Vorwärtskommen richtig schwer,

 

durch Bauarbeiten herrscht im Zentrum erheblicher Verkehr.

 

Irgendwie kommen wir trotzdem aus dem Chaos heraus und finden sogar nahe der Altstadt zum Parken ein passendes Haus.

 

Froh es endlich geschafft zu haben und vor allem Regensachen zu tragen,

 

können wir schlendernd durch die Altstadt geh’n. Es lohnt sich – trotz Regen -, sie ist wunderschön.

 

Im Biergarten des Stiftkellers finden wir ein Plätzchen zum Verweilen, Wir wollen schließlich nicht nur eilig durch die Altstadt eilen.

 

Geschützt unterm Schirm können uns die Tropfen nicht viel anhaben und wir uns in aller Ruhe an der heimischen Küche laben.

 

 

Auf unserer Rückfahrt Wolken uns stetig begleiten,

denen es nicht vergönnt ist, über die Gipfel zu steigen.

 

Wie weiße Watte kleben sie undurchsichtig dicht

 

an den Felswänden und rühren sich nicht.

 

In Kochel möchte ich noch ins Franz-Marc-Museum geh’n,

 

ich finde seine Bilder wunderschön.

 

 

 

Michael lässt mich am Parkplatz heraus,

und ich steige hinauf zu dem eher häßlichen Haus.

 

Doch leider sind von Franz Marc nicht allzu viele Bilder da.

 

Allerdings kann ich über die Originale sagen:

 

Sie leuchten in herrlichen Farben.

 

Aus dem Panoramafenster ebenso wunderschön

 

ist der Blick in die Umgebung und über den Kochelsee.

 

 

 

 

Donnerstag, 14.08.2014    Das ländliche Leben von einst      (Wetter: sonnig-bewölkt)

 

Der Besuch im Freilichtmuseum Glentleiten vermittelt uns einen Einblick in vergangene Zeiten.

 

Das Gelände ist in einer Waldlandschaft idyllisch angelegtund wird samt seinen mehr als 60 Gebäuden liebevoll gepflegt.

 

 

 

 

 

Partenkirchen – Vor der Kulisse des Wettersteingebirges

Das grandiose Wettersteingebirge dient Partenkirchen im

 

Hintergrund als Zier.

 

Doch aufgrund der falsch gelaufenen Richtung sind wir

 

anfangs enttäuscht von diesem einstigen Olympiaort,

 

 

 

setzen aber unsere Suche nach etwas Sehenswertem fort.

Schließlich breitet sich der alte Kern vor uns aus,

 

musterverziert ist hier jedes Haus.

 

Prächtige Lüftlmalereien geben ihnen ein einmaliges Gesicht.

 

Solche Fassaden gibt es bei uns nicht.

 

 

 

Freitag, 15.08.2014

 

 

 

Trotz des Wetters, teilweise hat es sehr gegossen, haben wir die Tage am Kochelsee genossen.

Wir werden wohl noch lange daran denken,

 

wie es war auf der Iller, Isar, Loisach und dem Campingplatz Renken.