I S A R                  28. April – 03. Mai 2009

 

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Eigentlich wollen wir wieder zum Kringelfieber, sind aber völlig erschreckt über die hohe Anzahl von Anmeldungen, so daß wir kurzfristig umplanen. “Hallo Christian, hast Du Zeit am verlängerten Wochenende um den 1. Mai? Wir haben spontan beschlossen, mal wieder auf der Isar zu paddeln.“ „Ja, ich denke schon, aber da kann bei uns noch Schnee liegen.“ „Macht nichts, wir kommen trotzdem!“

 

 

Dienstag, 28.04.09

 

Abfahrt 13.20 h in Albaxen / Rast im Autohof Geiselwind / Ankunft 19:35 h in Einöd

 

Christian erwartet uns schon auf der kleinen Zeltwiese des Campingplatzes in Einöd mit einem leckeren Linseneintopf. Von Schnee ist weit und breit nichts zu sehen, und der Wettergott zeigt noch sein freundliches Gesicht.

 

 

 

Mittwoch, 29.04.09    

 

Wetter. Regen

 

Heute morgen sieht allerdings alles ganz anders aus, und das regnerische Wetter motiviert nicht gerade zum Paddeln. Alternativ nutzen wir die feuchtkalte Witterung für einen Trip nach München, um bei „Lauche & Maas“ neue Liegematten zu testen. Zudem brauchen wir dringend Feuerholz und wollen Christian anfangs nicht so recht glauben, daß es das in den hiesigen Baumärkten nicht zu kaufen gibt. Trotzdem kehren wir nicht ohne einen Brennvorrat zurück, der wird nach einer Kaffeepause bei Christian zu Hause dort aufgefüllt. >Abendessen: Schweinefleisch-Bohnen-Pfanne

 

 

 

Donnerstag, 30.04.09

 

Wetter. Regen

 

Keine Wetterbesserung in Sicht! Der Himmel bleibt grauverhangen und schickt weiterhin nasse Grüße. Statt zum Paddeln geht es auf Holzsuche. >Abendessen: Huhn süßsauer

 

 

 

Freitag, 01.05.09       Von Einöd bis Schäftlarn

 

Abfahrt 10:05 h in Einöd / Rast 11:40-12:15 h / Ankunft 14:50 h in Schäftlarn / Wetter. Sonne, Regen, Gewitter

 

Kein Tropfen fällt vom Himmel und schnell machen wir die Boote startklar und setzen an unserem Standort ein. Die schnelle Strömung der Isar führt uns durch enge Kurven und über einige flotten Schwälle. Manchmal teilt sie sich in mehrere Seitenarme. Kiesbänke strahlen weiß im Sonnenschein. Überraschende Hilfe erwartet uns beim Umtragen am Wehr Icking von Franz Mutter und seiner Frau, die von Schäftlarn anspaziert gekommen sind. Nachdem wir an unserem Ziel in Schäftlarn angelandet sind,ist erst einmal vereinigte Männerkraft gefragt. Dort hat es sich ein gestrandeter Baum bequem gemacht, und der muß raus. Heute bleiben unsere Kochtöpfe ungenutzt, denn wir lassen uns im Landgasthof Beham mit leckerem Spargel verwöhnen. Das angekündigte Gewitter folgt glücklicherweise erst abends einem kurzen, aber heftigen Regenschauer.

 

Samstag, 02.05.09      Von Lenggries bis Einöd

 

Wetter: bewölkt, Regen, Gegenwind

 

Erst während der Anfahrt fällt die Entscheidung ab Lenggries zu paddeln, die Tour ab Bad Tölz ist uns doch etwas zu kurz. Die unbeständige Wettervorhersage hat es uns nicht gerade leicht gemacht. Kaum haben wir uns warm gepaddelt, heißt es schon wieder: Aussteigen, der Isar-Katarakt muß umtragen werden. Mit einer durchschnittlichen Strömungsgeschwindigkeit von 5 km/h fließt die Isar durch sanftere Kurven als gestern, aber auch einige schöne, wellenreiche Schwälle wie z.B. links gut fahrbare Sohlstufe kurz vor Bad Tölz.  Den langen Rückstau vor dem Wehr Bad Tölz lieben wir dagegen nicht so sehr und quälen uns hier mehr oder weniger durch die träge gewordene Isar. Aber muß sich dabei uns heute auch noch der Wind entgegen stemmen? Endlich am Wehr angekommen, sind wir froh, diese Anstrengung erst einmal hinter uns zu haben. Doch die nächste wartet schon. Hier muß umtragen werden. Das wird zu unserem Vergnügen durch eine lange Bootsrolle erheblich erleichtert. Kurz danach erwischt uns schließlich doch der angekündigte Regenschauer, so daß wir Zuflucht unter einer der Bad Tölzer Brücken suchen, während in der Ferne der Himmel grollt.

 

     

Sonntag, 03.05.09      

Wettermäßig haben wir uns zwar etwas anderes gewünscht, haben es aber genossen, mal wieder auf der Isar zu paddeln, wenn es auch nur

 

zwei Touren gewesen sind. Ein kleiner Trost: Am Edersee beim Kringelfieber war es genauso kalt und regnerisch.