L O I R E     26. Juli – 09. August 2000   Nevers bis Jargeau

 

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Mittwoch, 26.07.2000

 

Abfahrt  9:45 Uhr in Ginasservis / AB Avignon / 11:30 Uhr Rast 14:00-15:00 Uhr in St. Genest-Malifaux, N82 /Ankunft  18:20 Uhr in Nevers / Wetter: sonnig-bewölkt, Regenschauer, 20°C

 
 

 Ab Avignon bewölkt sich der Himmel immer mehr. Sonne, Wolken und leichter Regen rivalisieren um die Vorherrschaft. An der Nationalstraße 82 kehren wir in St. Genest-Malifaux zum Mittagessen ein, und Michael freut sich schon auf die „Saucisses“. Enttäuscht stellt er jedoch fest, dass statt der erwarteten normalen Bratwurst nur zwei Minis in Nürnberger-Würstchen-Größe serviert

 

werden. Nach der Einrichtung auf dem Campingplatz in Nevers schlendern wir erst einmal über die Brücke ins Zentrum der Stadt. Wohlgefällig stellen wir fest, daß die Loire wesentlich besser

 

gefüllt ist als vor zwei Jahren, denn der Betonpodest der Brücke ist gut mit Wasser überspült. Mit einer kleinen Weinprobe stimmen wir uns auf die folgenden Tage ein, doch der „Vin de Pays des Bouches du Rhône“ á 19,50 fr entspricht überhaupt nicht Michaels Geschmack. Er ist zu leicht, und ihm fehlt die Gerbsäure, kurz gesagt, ein Wein für mich.

 
 

Donnerstag, 27.07.2000   Eine kleine Rundtour durch die Weinbaugebiete

 

Route: Nevers > La Charité-sur-Loire > Sancerre > Pouilly-sur-Loire > Nevers / Wetter: sonnig-bewölkt, Regenschauer, 21°C

 

In La Charité-sur-Loire besichtigen wir zunächst ausgiebig die Brückendurchfahrt, dessen 3. Joch wieder gut bewältigt werden kann, bevor wir in den berühmten Weinort Sancerre weiter fahren. In dem hochgelegenen alten Städtchen erhebt sich eine ebenso alte romanische, in ihrer Einfachheit bestechend schöne kleine Kirche, deren ausgetretene Stufen von der jahrhundertalten Nutzung erzählen. Zudem eröffnet sich von hier ein herrlicher Panoramablick über das Tal der Loire. In den alten Ortskern führt übrigens ein nicht gerade vor Schönheit trotzendes Pseudotor aus reinem Pappmaché.  Der „Neue Platz“ mitten im Zentrum mit seinen Restaurants ist ein beliebter Treffpunkt unzähliger Touristen. Natürlich wollen wir auch den berühmten Sancerre in seiner heimischen Umgebung genießen, und so lassen wir uns auf der Terrasse des Restaurants Esplanade nieder. Michaels Wahl fällt auf eine Flasche „Pascal Jolitet Sancerre – Les Caillottes 1998“ – einen Traum! Schade ist allerdings, daß mein kulinarisches Vergnügen etwas durch den zu säurehaltigen Salat getrübt wird.

 
 
 
 
 

Auf dem Weg nach Pouilly-sur-Loire halten wir kurz, um die Brückendurchfahrt in St.Thibault/Satur zu erkunden. Wie gehabt, wird uns hier wieder der kleine Schwall nahe des linken Ufers hindurch geleiten. Nach einem kleinen Spaziergang durch Pouilly-sur-Loire, den zweiten bekannten Weinort der Region, geht es wieder zurück nach Nevers.

 

Freitag, 28.07.2000     Wolkenspiele über Nevers

 

Wetter: sonnig-bewölkt, Regenschauer, sehr windig

 

Ein kleiner Bummel führt uns über die alte Brücke, unter der gerade ein reges Treiben der Mainzer Kanuten herrscht, in die Einkaufszone von Nevers, deren Straßenlaternen mit prächtig blühenden Blumenampeln geschmückt

 

sind. Anläßlich des Treffens internationaler Chöre präsentiert sich die Stadt z.Zt. übersät mit bunten Fahnen. Aber auch die können nicht darüber hinweg täuschen, daß so manches Haus einer dringenden Restauration bedarf, um es vor dem Zerfall zu retten. Weiter geht es zum Aussichtspunkt nahe der Stadt. Hier können wir einmal von oben sehen, wie der

 

 

Allier sich ausgebreitet mit der Loire vereinigt. Unter dem „Großen Wagen“ am inzwischen wolkenlosen, sternenklaren Himmel, begleitet vom herüber klingenden Chorgesang, lassen wir den Abend bei einer Flasche Wein ruhig ausklingen.

 

 

 

Samstag, 29.07.2000

 

 

Bei kaltem, grauem, windigen Wetter warten wir auf Bärbel, die sich gegen halb Neun aus der Nähe von Digoin gemeldet hat. Also wird es bis zu ihrer Ankunft nicht mehr allzu lange dauern. Wir vertreiben uns die Zeit mit einem Plausch bei den Osnabrücker Kanuten. Die haben ihren Start für heute vorgesehen, entscheiden aber erst nach der Wettervorhersage, ob sie noch bis Sonntag warten. Dann erreicht uns ein „Notruf“ von Petra aus Ginasservis, Bärbel könne Michael nicht erreichen. Sie irre in Nevers umher und fände den Fluß nicht. „Wie ist denn das Wetter bei euch?“ Michael: „Kalt und windig!“ „Wenn es euch zu kalt ist, kommt ihr einfach zu uns. Ich sitze hier im Badeanzug!“ Obwohl Bärbels Handy zu Michaels keinen Kontakt herstellen konnte, funktioniert es zum Glück umgekehrt, und sie kann so zum Campingplatz gelotst werden. Und sie bringt den Sonnenschein mit, und das Thermometer steigt auf eine angenehm warme Temperatur. Nur so schnell geben die Wolkenballungen noch nicht auf und kämpfen immer wieder um die Vorherrschaft am Firmament. Laut Kanuführer soll der Campingplatz sehr laut sein. Davon haben wir bisher nichts gemerkt – bis zu diesem Nachmittag.
laut sein. Davon haben wir bisher nichts gemerkt – bis zu diesem Nachmittag.laut sein. Davon haben wir bisher nichts gemerkt – bis zu diesem Nachmittag.laut sein. Davon haben wir bisher nichts gemerkt – bis zu diesem Nachmittag.

 
 

Ab etwa 15 Uhr fahren ca. zwei Stunden lang nur noch hupende Autos durch die Stadt – als ob Hochzeiten per Fließband abgehalten werden.

 

Sonntag, 30.07.2000   Start in Nevers

 

Abfahrt  10:50 Uhr in Nevers / Rast  13:30-14:30 Uhr zwischen Fourchambolt + Marseille-des-Aubigny / Ankunft 17:10 Uhr in La Charité-sur-Allier, am Campingplatz erst 19:30 Uhr / Wetter: sonnig-bewölkt

 

Ein Canadier, ein Kajak und Gepäck warten am linken Loireufer hinter der Brücke von Nevers. Die Autos sind sicher am dortigen Campingplatz abgestellt, unsere Wasserwandertour kann beginnen. Wir brennen darauf, wieder aufs Wasser zu kommen, und  legen bei strahlendem Sonnenschein ab, begleitet vom Glockengeläut der Kathedrale von Nevers. Kann es einen besseren Start geben? Für Bärbel beginnt damit auch ihre erste Solotour im Boot. Schon bald paddeln wir am Becken des Alliers vorbei. Vielleicht münden wir nächstes Jahr mit dem Allier hier in die Loire? Langsam verdrängen aufkommende Wolken immer mehr die Sonne. In unserer Mittagspause müssen wir ganz auf sie verzichten, werden aber auf der erhöhten Sandbank mit einem herrlichen Blick über das ruhige Loiretal etwas entschädigt. Weiter geht’s flußabwärts, wobei sich unser Canadier in dem z. T. sehr seichten Wasser einige Male knirschend über die Kiesbänke schiebt, bis er schließlich streikt und endgültig aufsetzt. Michaels Weisheit: „Das Wasser mußt du lesen“, ist eben doch nicht immer so leicht umzusetzen. Paddelnd ziehen wir an vereinzelt im Wasser auftauchenden Baumleichen vorbei. Abgerutschte Ufer weisen auf die Kraft der Loire hin, wenn sie Hochwasser führt. Bizarr herausragende Wurzeln an den Steilwänden erinnern noch daran, daß hier gewaltige Erdmassen weggespült worden sind. Früher als erwartet sehen wir schon die schöne, alte Steinbogenbrücke von La Charité-sur-Loire am Horizont. Um den Transport über die breite Sandbank am Ufer zu vermeiden, wollen wir die zwischen den beiden Schwällen gelegene Treppe ansteuern. So weit, so gut. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Frohgemut (wenn auch mit einem Kribbeln im Bauch meinerseits) paddeln wir auf die beschilderte Kanudurchfahrt zu, kommen gut in den Schwall, dann passiert’s! Ein Fahrfehler beim Einfahren ins Kehrwasser, und wir besehen uns, das Paddel immer noch fest in der Hand, die Loire von unten. Ausgerechnet unser Zelt macht sich sofort selbständig, meistert bravoröus den zweiten Schwall, um danach von Bärbel eingefangen zu werden. Eine  unserer Tonnen erwische ich gerade noch, während Michael das Boot sichert. Dank Bärbels großartigem Einsatz (Gepäcktransport vom Canadier zur Sandbank) können alle lebenswichtigen Dinge gerettet werden. In die Verlustliste zu verzeichnen sind außer ein paar Dingen auch zwei Flaschen Wein (u. a. eine Flasche des kostbaren Sancerres), was wir unter dem Stichwort „Erfahrung“ abspeichern müssen. Knackende Geräusche des Canadiers veranlassen Michael, das inzwischen fast leer geräumte Boot durch den zweiten Schwall zu schicken. Wieder eingefangen und entwässert, kann ich es ohne Schwierigkeit wieder besteigen. Doch bei Michaels Versuch, das Gleiche zu tun, kippt es prompt wieder um, und die Aktion beginnt von Neuem. Diesmal mit Erfolg, und wir können endlich zu unserem Gepäck ans Ufer paddeln und nun die lange Portage zum Campingplatz in Angriff nehmen. Unsere Nachlässigkeit, die wasserdichten Säcke ordnungsgemäß zu verschließen, rächt sich bei der vorangegangenen Aktion bitterlich. Sie haben dem starken Wasserdruck nicht ganz standgehalten! Der Zaun des Campingplatzes eignet sich hervorragend als Wäscheleinenersatz und schon bald reiht sich fein nebeneinander unser textiles Hab und Gut. Gegen 20:30 Uhr sind wir endlich fertig und machen uns mit knurrenden Mägen auf ins Zentrum der Stadt. Das gemütliche

 

Kellergewölbe des Restaurants „La Sauvette“, ein gutes Abendessen mit einer feinen Flasche Pouilly Fumé lassen uns die Mühen dieser Tagestour, insbesondere deren Abschlusses, doch etwas weniger schlimm erscheinen.

 

 

Montag, 31.07.2000  Ein Tag Pause in La Charité-sur-Loire

 
 

Strahlender Sonnenschein am heutigen Vormittag beschleunigt den Trocknungsvorgang erheblich. Michael unterzieht währenddessen

unseren Canadier sowie den Bootswagen einer genauen Prüfung. Eine lädierte Verstärkung wird geflickt und ein verloren gegangener

Splint vom Bootswagen durch einen passend gebogenen Häring ersetzt. Unser Glauben, im Zentrum ein Geschäft für Kanuartikel zu

finden, hat sich leider nicht bestätigt, und der einzige Laden, der Campingartikel führt, hat heute geschlossen. Eine Menschenansamm-

lung auf dem Marktplatz macht uns neugierig, und wir gesellen uns dazu. Es dauert nicht lange, da rollt eine alte Pferdekutsche auf den Platz. Ein kleines Tourneetheater wirbt in der Mittagshitze für sein aktuelles Stück mit lebhaften Gesangs- und Tanzeinlagen. Wieder zurück auf dem Campingplatz suchen wir uns an unseren Zelten zunächst ein schattiges Plätzchen, um in aller Ruhe das Nachlassen der Hitze abzuwarten und dem allzu großen Verlust von Körperflüssigkeit vorzubeugen. Was für die Wäsche gut ist, muß nicht unbedingt für uns

 

 

gut sein. Das bekommt besonders Bärbel zu spüren, die zu Beginn unserer Tour noch folgende These vertrat: „Ich brauche keine Sonnenmilch. Ich kriege keinen Sonnenbrand.“ Jetzt pflegt sie ihn! Als die Sonne nicht mehr so unerbittlich brennt, erkunden wir die Ruinen der ehemaligen Burganlage oberhalb der Stadt. Der kleine Aufstieg lohnt sich, da sich von hier ein schöner Panoramablick über die reizvolle Kleinstadt und die Loire eröffnet. Während sich außerhalb der Mauerreste die Natur Stück für Stück ihr Terrain zurückerobert, beherrscht innerhalb eine große, gepflegte Wiese die Anlage. Wer etwas Abkühlung benötigt, dem kann geholfen werden. Ein Blick in das ehemalige Verließ genügt. Kalte Luft kommt mir von dort entgegen und läßt mich ein wenig erschauern. Nach unseren heutigen Erkundungsgängen gönnen wir abends unseren Beinen die wohlverdiente Ruhepause und runden den Tag mit einem Bohneneintopf mit Merguez (Hammelwürstchen) sowie dem unvermeidlichen Vin Rouge ab.

 

Dienstag, 01.08.2000  Mittags ein Bad im Fluß – Abends Tiefflieger am Himmel

 

Abfahrt  11:10 Uhr in La Charité-sur-Loire / Rast  13:50-14:45 Uhr zwischen Pouilly-sur-Loire + St.Thibault-sur-Loire / Rast  18:00-20:15 Uhr in Cosne-sur-Loire / Ankunft 21:35 Uhr zwischen Myennes und KKW Belleville

 
 

Wetter: sonnig, sehr warm, abends Wetterleuchten

Nach einem Tag Pause soll es nun weitergehen, wozu alles erst einmal über den steilen, kleinen Abhang zum linken Seitenarm der Loire

transportiert werden muß. Michaels Methode, die Boote einfach abzuseilen (wobei Standfestigkeit und Gleichgewichtssinn gefragt sind),

bewährt sich auch dieses Mal wieder gut. Durch die sehr intensive Sonneneinstrahlung werden wir dabei auch gleich überflüssige Wassereinlagerungen wieder los. Anscheinend stehen wir in diesem Jahr mit der Loire auf Kriegsfuß. Nach der Kenterung verfehlen wir

jetzt die richtige Passage in den Hauptstrom. Während Bärbel im Kajak locker durch die im

 

 

 

 

LES TERRASSES DE L‘ÎLE

3x Menue á 95,- fr     285,- fr

Fl. Gienois rouge           75,- fr

Fl, Vittel                      25,- fr

0,25 l Vittel, 2 Limos    81,- fr

5 Espresso                      o.B.

SUMME                     466,- fr

Wasser stehenden Holzpfosten paddelt, schrubben wir mehr oder weniger darüber hinweg. Ich spüre dabei förmlich Michaels schmerzverzogenes Gesicht. Einige Kilometer hinter La Charité werden wir auf eine kleine Insel aufmerksam, und bedauern es etwas, daß wir noch keinen Lagerplatz suchen. Sie ist klein, hat eine erhöhte Sandbank und bietet einen idyllischen Blick auf das kleine Chateau Mouron am rechten Ufer der Loire. (Anm.: Inzwischen ist es Naturschutzgebiet) Hinter Pouilly-sur-Loire wird es Zeit für eine Pause. In der guten Strömung paddelt Bärbel zunächst mit viel Schwung an uns vorbei. Dank brüderlicher Hilfe braucht auch sie nicht auf den mittaglichen Imbiß mit Baguette und Ziegenkäse verzichten muß. Die Hitze treibt heute sogar Michael ins Wasser. Im Moment gibt es wirklich nichts, was erfrischender sein kann! So waten wir immer wieder flußaufwärts, um uns anschließend wieder abwärts treiben zu lassen. Michaels Kommentar: „Gebt mir ´mal meinen Rucksack, ich treibe schon ´mal voraus!“ bedarf wohl keiner Erklärung. So legen wir auch erst nach zwei Stunden wieder ab. Bald danach kommt Brücke von St. Thibault in Sicht. Problemlos fahren wir durch den linken Schwall des schräg verlaufenden Naturwehres und lassen den Ort bald hinter uns. Gegen 18 Uhr erreichen wir den Campinplatz von Cosne-sur-Loire. Wir sind zwar immer noch nicht müde vom Paddeln, aber hungrig. Im Restaurant hören wir zuerst, daß der Koch erst in einer Stunde kommt. Die

 

Kellnerin muß uns unsere Enttäuschung angesehen haben. Sie tröstet sie uns sofort, das Salatbuffet sei aber bereits fertig und zwei warme Gerichte gäbe es auch schon. „Mit Dessert wäre das auch ein Menü“, fügt sie noch hinzu. Die Auswahl am Salatbuffet ist noch genauso reichhaltig, wie ich sie von unserer ersten Tour in Erinnerung habe. Ein Espresso rundet die Schlemmerei ab. Den gibt’s gratis, als Entschuldigung für die „geringe“ Auswahl. Wir freuen uns über die nette Geste und legen wieder ab. Langsam senkt sich die Dämmerung über die Loire. In der Ferne ragen schon die Kühltürme des nächsten Kernkraftwerkes empor. So halten wir nach einer Sandbank Ausschau, die zumindest den Blick darauf versperrt. Gerade haben wir uns auf einer solchen häuslich eingerichtet, stört donnerndes Getöse die abendliche Ruhe. Tiefflieger – und gleich vier Stück! Während sie aus vier Richtungen kommend aufeinander zujagen, sich kreuzen und wieder abdrehen, können wir ihr rot glühendes Hinterteil entsprechend bewundern. Der ganze Spuk dauert nur wenige Augenblicke, dann ist es wieder still. Zurück bleibt ein mulmiges Gefühl.

 

 

Mittwoch, 02.08.2000   Bis Gien

 

Abfahrt  10:50 Uhr zwischen Myennes und KKW Belleville / Umtragen 11:45-12:25 Uhr am KKW-Wehr Belleville / Rast  13:50-14:35 Uhr / Ankunft 19:10 Uhr in Gien

 

Wetter: sonnig-bewölkt, morgens leichter Regenschauer, leichter Wind, nachmittags kräftiger Gegenwind, Wellengang

 

Leichtes Prasseln auf den Zelten verkündet am Morgen zunächst nichts Gutes und hemmt die Motivation, aus dem Zelt zu krabbeln, gäbe es da nicht ein bestimmtes Organ, welches Beachtung fordert. Zum Glück läßt der leichte Regenschauer bald nach, so daß wir unser Frühstück im Trockenen genießen können und zur gewohnten Zeit wieder auf dem Wasser sind.

 

Einmal um die nächste Kurve gepaddelt, sehen wir wieder die Kühltürme vor uns. Große Schilder weisen Kanuten schon sehr früh auf das Wehr hin. Da wir paddeln und nicht im rechten, sehr seichten Arm der Loire wandern wollen, bleiben wir  auf dem Hauptstrom und biegen vor dem Wehr scharf nach rechts zur Rampe ab. Der Sog des Wehres ist nicht allzu stark, trotzdem kribbelt es bei mir mal wieder. Unnötige Plackerei ist Michael ein Gräuel. Er hat wohl schon eine ganze Weile daran herum getüftelt, wie sich bei den Portagen das lästige Aus- und Einpacken des Gepäcks vermeiden läßt. Kaum haben wir an der Rampe angelegt, versucht er schon, den Bootswagen unter den noch im Wasser liegenden Canadier zu spannen. Sichtlich stolz auf seinen Einfall, will er den mitsamt Gepäck hinausziehen, aber es knirscht nur der Kies darunter. Wir versuchen es noch einmal mit vereinten Kräften und siehe da, unser Canadier bemüht sich aus dem Wasser. Hinter dem Wehr können wir das bepackte Boot einfach wieder ins Wasser zu lassen und brauchen nur noch den Bootswagen zu lösen. Als wir uns Ousson-sur-Loire nähern, freuen wir uns schon auf den kleinen Schwall des Naturwehres im linken Seitenarm. Inzwischen ist der aber vollständig mit Steinen verbarrikadiert. So bleibt uns nur der rechte Arm mit seinen kleinen Schwällen, die einen aber bei Unachtsamkeit schnell auf die Insel treiben können. Paddelnd und treibend genießen wir die schöne Loirelandschaft mit ihren herrlichen Sandbänken. Doch schon bald verlangt der Fluß wieder unsere ganze Aufmerksamkeit. Die nächste Schwallstrecke kündigt sich schon von Weitem an. Je näher wir kommen, desto lauter wird das Rauschen des Wassers. Große Steine ragen gerade noch etwas heraus, andere liegen vollständig unter Wasser. Wieder beschleicht mich das altbekannte Kribbeln. Michael bleibt davon wieder völlig unbeeindruckt und steuert uns bravoröus hindurch, wenn...(ja, wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre...). Froh, die Schwallstrecke gut hinter uns gebracht zu haben, läßt meine Konzentration zu früh nach. Ein Stein steht noch im Weg. Dank Michaels Fahrkünsten kommt es nur zu einer leichten Berührung. Dafür zeigt uns Bärbel, was sie drauf hat. Sie thront plötzlich mit dem Kajak mitten auf einem großen Stein. Ihr Hilferuf: „Was mache ich denn jetzt?“ Michael Antwort: „Ausziehen, aussteigen und das Boot ganz vorsichtig hinunterziehen!“ Bärbel nimmt es wörtlich. Michaels Warnung, die Schuhe anzulassen, kommt leider zu spät. Ein aufgeschnittener Fuß ist die Folge. Nach diesen Turbulenzen geht es etwas ruhiger weiter, bis die Loire eine scharfe Rechts-Links-Kurve macht, mit entsprechendem Schwall und schneller Strömung. Um Bärbel zu schonen, versuchen wir durch die Mitte des Flusses zu paddeln. Ein Fehler, wie sich sehr schnell herausstellt. Wir treideln noch etwas, sitzen aber bald richtig fest. Es gibt nur den einen Weg,  durch die Kurve, die aber auch von Bärbel rasant durchfahren wird. Irgendwann meint Michael, er müsse heute nicht mehr Gien erreichen. Die auserkorene Sandbank hat nur einen Fehler. Sie liegt in der falschen Windrichtung. Einem Waldbrand vorbeugend, paddeln wir lieber weiter. Kurze Zeit später taucht am Horizont die erste Brücke Giens auf und danach die mächtige Steinbogenbrücke. Der Schwall trägt uns gut durchs zweite Joch von rechts. Von den dahinter liegenden Stromschnellen spüren wir aufgrund des Wasserstandes der Loire kaum etwas. Geblendet von der tiefstehenden Sonne paddeln wir fast an der Zufahrt des Campingplatzes vorbei. Im letzten Moment erkennen wir noch die oberen Spitzen der kennzeichnenden parallel verlaufenden Steinreihen. Zwei Jahre zuvor kamen wir nur treidelnd ans Ufer, heute können wir bis zum Ausstieg paddeln. Obwohl der Campingplatz sehr gut belegt ist, finden wir am Ufer noch ein schönes Plätzchen für unsere Zelte. Während wir unsere Sachen sortieren, bestaunen wir noch die

„Fahrkünste“ zweier LKW-Fahrer auf der gegenüberliegenden, engen Straße, die sich beim Vorbeifahren ordentlich ineinander verkeilen. Die Folge davon ist ein langer Stau in beide Richtungen, und es dauert eine Weile, bis sich alles wieder auflöst. Kurz vor der Brücke lassen wir

es uns anschließend in einem kleinen gemütlichen Restaurant gut gehen. Die Pizzen sind lecker, die Bedienung wirkt etwas herb, aber wir werden sehr herzlich umsorgt. Zu einer Kanutour gehört es auch, eigene Erlebnisse mit anderen Gleichgesinnten auszutauschen. So ist es selbstverständlich, daß wir den Abend mit unseren Bonner Zeltnachbarn Heide und Roland gemeinsam beschließen.

 

Donnerstag, 03.08.2000  Gien

 

Wetter: sonnig-bewölkt

Edel sieht er aus, der selbstgebaute Holzcanadier („Canoe Craft“), der uns gegenüber lagert. Gestern haben wir ihn schon bewundert. Heute treffen wir auch die dazugehörenden Paddleran, ein Pärchen aus der Schweiz, die im Laufe des Vormittags abreisen wollen. Doch bevor es

dazu kommt, wird erst noch über verschiedene Canadiertypen gefachsimpelt. So ergibt eins das andere. Noch mehr interessierte Paddler kommen hinzu: Peter aus Hamburg, der einen

 

Canadier aus den zwanziger Jahren fährt (gebaut von seinem Vater), Bert aus Davos, dessen Canadier indianische Ornamente zieren und Roland. Schnell entsteht ein reger Transit zwischen den Booten. Dabei stellt sich heraus, daß sowohl das Boot des Schweizer Pärchens

als auch Peters Boot bei der Brückenpassage in La Charité leicht beschädigt worden sind. Es ist bereits später Mittag, als die beiden endlich ihre Heimreise antreten können. Bert berichtet uns noch begeistert von seinen Canadiertouren in Kanada und gibt einige Tipps weiter. Während Bärbel und Michael mit dem Zug nach Nevers (durchgehend von Gien/12:45 Uhr bis Nevers/13:42Uhr) unterwegs sind, um die Autos zu holen bzw. nach Jargeau zu fahren, bestaune ich die abenteuerliche Verladung der Kanus auf Peters Autodach. Abends sitzen wir bei Kerzenschein in geselliger Runde mit Verena und Peter aus Hamburg sowie Heide und Roland zusammen.  Mit Rotwein und Schwärmereien über schöne Wanderflüsse vergeht der Abend trotz der aufkommenden Kälte wie im Fluge. Als die letzten von uns ins Zelt kriechen, ist Mitternacht schon lange vorbei.


 

 Freitag, 04.08.2000   Gien – noch ein Tag Pause

 

Wetter: sonnig-bewölkt, Regenschauer

 

Schon zu Beginn verkündet dieser Morgen nichts Gutes. Heftige Regenschauer trüben die Welt in tristes Grau. Später lassen die Schauer zwar etwas nach, aber das hebt nicht unbedingt unsere Stimmung. Dazu trägt bestimmt auch Bärbels Abreise bei. Sie bricht die Tour ab, weil ihr Rücken nicht mehr mitmacht (vielleicht spielt auch ein bißchen Heimweh mit, weil jemand zu Hause auf sie wartet?). Die nächste schlechte Nachricht läßt auch nicht lange auf sich warten. Eine Schlechtwetterfront aus Südfrankreich soll im Laufe des Tages über uns hinweg ziehen. Den Wetterbericht müssen wohl einige Leute gehört haben, denn der Campingplatz leert sich fast panikartig. Nur die Unerschütterlichen halten noch die Stellung. Da unser Auto bereits in Jargeau steht, gehören wir zwangsläufig dazu und werden erst morgen unsere Tour fortsetzen. Heide und Roland wollen es trotzdem wagen und fahren nach Nevers, um von dort bis hierher zu paddeln. Michael begleitet sie dorthin und kommt mit ihrem Auto wieder zurück, während ich wieder beim Lesen relaxe. Vormittags lugt die Sonne noch ein paar Mal vorsichtig durch die dicke Wolkendecke, aber mittags geht es los. Ohne Vorwarnung prasseln heftige Regengüsse herab, begleitet von Windböen, und es wird empfindlich kalt. Als sich am Nachmittag die Wetterlage wieder beruhigt hat, nutzen wir die Zeit für einen kleinen Stadtrundgang. Wir bummeln durch die belebte Fußgängerzone mit ihren vielen kleinen Geschäften, Bistros und Cafés.

 

Nach einer Kaffeepause in einer kleinen Pâtisserie & Confiserie führt uns der Weg zum Schloß, welches sich hoch über die dichtgedrängten Bürgerhäuser der Stadt erhebt. Beeindruckt sind wir von der ins Schloßareal eingefügten Jeanne-d’Arc-Kirche.

 

Zur gelungenen Restaurierung der Kirche tragen besonders die roten und schwarzen Ziegel mit ihrem Rautenmuster bei. Zum Abendessen nutzen wir das Selbstbedienungsrestaurant des Supermarktes „Auchan“. Hier können die Beilagen zu den Hauptgerichten am Buffet in

der Mitte des Raumes selbst zusammengestellt werden – so viel man möchte.

 
 
 

 Samstag, 05.08.2000   Bis Benoit-sur-Loire

 

Abfahrt  11:50 Uhr in Gien / Umtragen + Rast 13:10-14:00Uhr am AKW-Wehr Dampierre / Ankunft 18:15 Uhr in Benoit-sur-Loire

 

Wetter: morgens kalt und trübe, leichter Wind, nachmittags sonnig-bewölkt, leichter Wind - kräftiger Gegenwind

 

Hätten wir unser Auto vor Ort gehabt, wären wir heute auch nach Hause gefahren. Es ist kalt und trübe. So packen wir mehr oder weniger lustlos unsere Sachen und paddeln langsam los. Allmählich genießen wir dann aber doch wieder jeden Paddelschlag auf der Loire, die hier noch ungehindert fließen kann. Am nächsten KKW erwartet uns eine angenehme Überraschung! Wir können bis ans Wehr heranfahren und das Boot über die links liegende knapp vom Wasser überspülte Rampe herunter treideln lassen.

 

Bald danach paddeln wir auf eine Insel zu, die inmitten von zwei Schwallstrecken liegt. Wir lenken unsere Konzentration auf die rechte Schwallstrecke, glauben schon, den Slalomparcour gemeistert zu haben, bis es unter uns knirscht. Wieder erwischen wir den letzten Stein! Allmählich verliert das Loiretal unserem Empfinden nach ihr schönes Antlitz, da der Fluß zwischen Dämmen eingezwängt wird. Die Ufervegetation wird zusehends kahler und die Sandbänke immer kleiner und feuchter, zum Lagern äußerst unattraktiv. Die Alternative, auf dem Campingplatz von Sully-sur-Loire zu übernachten, verwerfen wir aber ganz schnell, als wir darauf zu paddeln. Der ist nur über eine vorgelagerte, riesige Sandbank zu erreichen. Da siegt dann doch die Bequemlichkeit über den sportlichen Ehrgeiz. Trotz heftigen Gegenwind haben wir noch so viel Elan, dagegen anzukämpfen und nach einer geeigneten Sandbank weiterzusuchen. Ergebnislos! Es gibt keine passable Sandbank, und es wird langsam Zeit, sich ernsthaft um eine Lagerstatt zu kümmern. Am Campingplatz „Le Port“ von Benoit-sur-Loire beenden wir schließlich unsere heutige Etappe. Der idyllisch in einem kleinen Wäldchen liegende Platz hat (in Michaels Augen) nur einen Fehler. Er liegt auf einer Anhöhe. Als wir uns dort oben häuslich eingerichtet haben, warten wir hungrig auf das Heißwerden unserer „Paella“ aus dem französischen Aldi. Welch ein Reinfall! Undefinierbare Zutaten lassen einen Wohlgenuß erst gar nicht aufkommen! Ein Spaziergang durch den stillen Ort läßt uns das Abendessen schnell vergessen. Alte und neue, sehr gepflegte Häuschen zieren die Uferstraße und hinterlassen durch ihre „Winzigkeit“ einen puppenhaften Eindruck. Die Vorliebe der Franzosen für Portale läßt sich auch hier nicht verheimlichen. Teilweise läßt es sich nur erahnen, daß sich hinter einem großen Portal auch ein Haus befindet. Die letzte Nacht vor Jargeau liegt nun vor uns, doch die soll es in sich haben. Laute „Sägegeräusche“ lassen mich irgendwann hochfahren. Ich brauche erst einmal einen Moment, um mich zu orientieren. Wo bin ich? Wer sägt hier mitten in der Nacht? Wer wohl? Die „Sägemaschine“ ist mein Mann! Nach etlichen vergeblichen Weckversuchen, höre ich ihn schließlich murmeln, was denn los sei, er wolle schlafen. Ich auch! Leider

wird daraus nicht mehr allzu viel.

 

Sonntag, 06.08.2000   Bis Jargeau

 

Abfahrt  11:15 Uhr in Benoit-sur-Loire / Ankunft 14:30 Uhr in Jargeau / Wetter: sonnig, Gegenwind

22 Flußkilometer trennen uns noch von Jargeau. Endlich können wir einmal wieder bei Sonnenschein ablegen. Nur der Wind bläst uns immer noch ins Gesicht. Hinter einer der nächsten Inseln warnt der Flußführer vor Holzpfählen im Wasser. Gläubig wie wir manchmal sind, halten wir uns an seinen Rat. Wir fahren den rechten Schwall und sitzen prompt fest. Außerdem ist das Wasser hier so seicht, daß das Treideln äußerst unangenehme Kratzgeräusche verursacht. Vielleicht wäre die linke Seite doch die bessere gewesen? Allmählich ist die Loire immer mehr in die Breite gewachsen, was zwangsläufig aber nicht unbedingt eine breitere Fahrrinne hervorruft. Nach dem Campingplatz „Santa Lucia“ halten wir vergeblich Ausschau. Uns interessiert auch nur die Erreichbarkeit des Platzes für evtl. spätere Touren. Am frühen Nachmittag kommt bereits die Brücke von Jargeau in Sicht. Davor spicken zahlreiche Felsen die Loire, die sich auch unter der Brücke fortsetzen.  Da mein Bedarf Schwälle zu fahren, erst einmal reichlich gedeckt ist, landen wir vor der Brücke an um die restlichen Meter bis zum Campingplatz mit festem Boden unter den Füßen zu überwinden. Unser Zelt ist schnell

 

aufgebaut, und wir können uns noch ins „Flohmarkt-Gewühl“ stürzen. Einen schönen Tagesabschluß genießen wir schließlich im Gartenlokal

des Hotels „Cheval Blanc“ mit dem zur Feier des Tages angebotenen „Flohmarkt-Menue“ inklusive 0,5 l Wein. Eine richtige Wahl!

 

 

Montag, 07.08.2000    Château de Chambord

 

Ob wir unsere Kanutour weiter fortsetzen, wollen wir davon abhängig machen, wie sich die Brückendurchfahrten von Orléans bewältigen lassen. So verbinden wir einen Ausflug zum Schloß Chambord mit den Besichtigungen der jeweiligen Passagen von Orléans und Blois. In Orléans eröffnen sich keine guten Aussichten. Teilweise ist die Loire extrem versandet oder fließt mit einem kräftigen Schwall durch die Brücke, wobei dicke Steine die Durchfahrt sehr verblocken. Somit verabschieden wir uns dieses Mal von der Loiretour, da wir unser Boot nicht durch Orléans spazieren führen mögen.Trotz ihrer fünf Bogen scheint es auch an der Brücke in Blois nur eine Möglichkeit zu geben, diese per Boot zu passieren. Obwohl große Steine das linke Joch verengen, müßte hier eine Durchfahrt gut gelingen.

 

Château de Chambord: Das aus dem Anfang des  16.Jh. stammende größte und Schloß an der Loire liegt von einer 32 km langen Mauer umschlossen inmitten eines  riesig großen Parks und früheren Jagdgebiets mit herrlich altem Baumbestand. Vor dem Schloß herrscht bereits ein reges Treiben an den vielen bunten Ständen. Unter großen schattenspendenen Bäumen eröffnet sich eine breite Palette regionaler Produkte, die auch zum Probieren angeboten werden. Trotz seiner kargen Einrichtung ist das quadratisch angelegte Renaissanceschloß und prunkvollste aller Loire-Schlösser recht beeindruckend. Besonders fasziniert hat mich die doppelt gewendetelte Treppe mittendrin, eine architektonische Raffinesse und Drehpunkt der Anlage. Zwei Personen können hier hinauf- und hinabsteigen, ohne sich jemals zu begegnen. Bei der Planung dieser Treppe wird sich Leonardo da Vinci schon etwas gedacht haben. Sehenswert und einzigartig ist auch das begehbare Dach des Schlosses mit seinen verwinkelten Gassen zwischen den Plätzen. Dazwischen zieren zahlreiche mit Ornamenten und Königsemblemen geschmückte Giebel, Türme und Kamine diese großzügige Dachterrasse. Der von Franz I. im Auftrag 1518-1545 errichtete Bau besitzt 440 Räume, 365 Kamine und 84 Treppen. Da das Schloß selten bewohnt war, gibt es so

 

gut wie kein Mobiliar in den mit Stoff bespannten Räumen. Kündigten sich die jeweiligen Herrscher an, wurde das notwendige Interieur aus anderen Schlössern heran geschafft. Auch Schloß Chambord hatte besonders unter der Französischen Revolution sehr gelitten und wurde

 

in Teilen sehr zerstört. Die Anlage befindet sich seit 1932 im Staatsbesitz und wurde 1981 zum

 

Unesco-Weltkulturerbe deklariert. Heute erinnern Gemälde und Tapisserien in den königlichen Gemächern an den Prunk des französischen

 

Hofes. Abends nehmen wir auf einem kleinen Rundgang Abschied von Jargeau, grüßen noch einmal das Standbild der Jeann d’Arc, bevor wir noch einmal ein sehr gutes Menue im „Cheval Blanc“ genießen. Trotz der diesjährigen Widrigkeiten denken wir bereits an die nächste Tour. Vielleicht auf dem Allier?

 

Office de Tourisme, 23 Place du Château, F-41000 Blois, Tel.: +33-2 54-904141

 

Dienstag,08.08.2000   Zwischenstation im Saarland

 

Abfahrt  10:50 Uhr in Jargeau / Rast  12:50 Uhr in Paisy Cosdon-Troyes / 17:05 Uhr französisch-deutsche Grenze Richtung Saarbrücken 

 

 

Frühmorgens erschallt es von den Bäumen hinter uns. Die Tauben sind erwacht und begrüßen lauthals den neuen Tag mit einem Gurr-Konzert. Nach diesem Weckruf ist an Schlaf nicht mehr zu denken, und so treibt es uns bald aus dem Zelt. Trotzdem vergeht einige Zeit bis wir alles zusammen gepackt haben und Richtung Grenze unterwegs sind. Nach der Einkehr zum Mittagessen im „Relais de Coscon“, einer von LKW-Fahrern bevorzugten Raststätte an der N60 kurz vor Troyes entscheiden wir spontan zu einem Abstecher über Homburg.

 
 

Mittwoch, 09.08.2000   Rückfahrt

Abfahrt  9:20 Uhr in Homburg / 1. Rast  12:10 Uhr in Würzburg / 2. Rast   13:00-14:30 Uhr in Bad Brückenau / Ankunft  17:00 Uhr in Albaxen

Heute geht es endgültig wieder nach Hause, aber auch nicht auf direktem Weg, sondern mit einem Abstecher nach Würzburg-Estefeld in den Kanuladen von Markus Schönfelder. Leider vergebens, er weilt z.Zt. in Kanada und kann uns somit keinen Ratschlag für das beschädigte Boot geben.