Vom Allier in die Loire: Ein Wiedersehen nach sieben Jahren     10.-24. Juli 2009

 

___________________________________________________________________________

 

 

 

Es zieht uns mal wieder nach Frankreich. Inzwischen sind einige Jahre vergangen, seit wir das letzte Mal auf

 

dem Allier und der Loire gepaddelt sind. Wir sind gespannt, wie sich die beiden Flussläufe in den vergangenen sieben Jahren verändert haben.

 

 

 

Freitag, 10.07.09   Zwischenstation in Cochem              

 

 

Mosel Camping

Am Moselufer, Freizeitzenlium

Stadionstr. 1, 56812 Cochem
Telefon: 02671-4409

www.campingplatz-cochem.de

MOSEL CAMPING

2 Erw.                     9,00 €

Stellplatz + Auto    7,00 €

SUMME                16,00 €

Abfahrt  12:45 h in Albaxen / Ankunft  18:20 h in Klotten / Bewölkt, Regenschauer

Dunkle Wolken und Regenschauer begleiten uns auf der Fahrt von Stau zu Stau bis nach

 

Klotten an der Mosel, wo unser Tandem während unseres Urlaubes im Kanuladen „Bootsplatz“

 

eine Heck- und Bugverstärkung bekommen wird. Hier treffen wir uns auch mit Friedrich und

 

beziehen anschließend für eine Nacht auf dem Campingplatz "Mosel Camping" in Cochem

 

Quartier. Dass wir uns etwas großzügig auf dem zugeteilten Platz ausbreiten, zieht einige

 

Diskussionen mit dem Campingchef nach sich. Als alles zu seiner Zufriedenheit geregelt ist,

 

 

L’AUBERGE DU VIN

3x 0,2 l Rosenh. Riesling  11,70 €

2x Flammkuchen             15,00 €

1x Cappuccino                   2,60 €

SUMME                         29,50 €

spazieren wir an der Mosel entlang in die Altstadt von Cochem, wo noch rege Betriebsamkeit

herrscht. In einer kleinen, ruhigen Gasse genießen wir im

 

gemütlichen Biergarten des Hotels

AUSGABEN

1 Fl. Riesling   13,00 €

Anteil 2 Pers.  2,70 €

Lohspeicher einen

leckeren Flammkuchen und vor dem Rückweg zum

 

Campingplatz noch eine Flasche Wein in einem Lokal an der

 

Mosel.

 

 

 

Samstag, 11.07.09   Wieder am Allier!                                                                                     (sonnig bis bewölkt)

 

Abfahrt:  9:35 h in Cochem/Rast:13:30- 14:05 h A31/Aire de Sandaucourt/Ankunft: 17:45 h in Chatel de Neuvre

 

 

MAUT A31

Gye – Chalon sud

18,60 €

Unsere Route führt uns durch Luxemburg, um dort günstig zu tanken. Bei einem Dieselpreis von 0,84 € à Liter hat es sich gelohnt, immerhin ca. 20 Cent billiger als jenseits der Grenze. Von der luxemburgisch-französichen Grenze

kann bis hinter Nancy noch mautfrei auf der französischen Autobahn gefahren werden. Anschließend sorgt die fällige Straßengebühr wieder dafür, dass  sich der Verkehr deutlich verringert. Als wir in Chatel de Neuvre

 

ankommen, steuern wir zunächst den Campingplatz “La Courtine” an, den wir vom Fluss nie gesehen haben.

 

Von außen betrachtet, scheint der Platz ganz idyllisch zu sein. Leider fehlt ihm ein direkter Zugang zum Allier, so dass wir gleich zu Beginn unserer Tour Gepäck und Boote erst einmal an der kleinen Straße entlang zur Einsetzstelle schleppen müssten.

 

Also fahren wir weiter bis zum  Campingplatz Deneuvre. Eine sehr gute Entscheidung! Wir können direkt neben der Einsetzstelle unsere Zelte aufschlagen, auf dem Stellplatz Nr. 38, der gerade noch die zwei Tage bis zu unserem Tourstart frei ist. Allerdings erwartet uns hier auch eine kleine Enttäuschung. Die Küche ist geschlossen, da die Krankheitsvertretung nicht am Wochenende kommt. Wir hatten uns so auf das gute Essen gefreut, bekommen aber einen guten Ersatz geboten. Dem Rat des Chefs folgend, kehren wir im kleinen Restaurant „Le Pressoir“ an der Hauptstraße ein, in dem wir gut umsorgt werden.

 

 

FRÜHSTÜCK

Französ. Frühstück   2,95 €

Schnitzelbbrötchen  3,30 €

2 gr. Cappuccino        5,20 €

SUMME                   11,35 €

 

„ARCHE“/AIRE DE SANDAUCOURT A31

Bol de Crudite (Salatteller)             3,50 €

Coupelle Fruits (Obst)                     3,00 €

Pain Cereales                                   0,80 €

Grand Café lait                                2,35 €

SUMME                                        8,15 €

1 belegtes Brötchen, 1 Cola

 

CAMPING DENEUVRE

1 Stellplatz            5,70 €

3 Personen            14,10 €

X 2 Nächte          39,60 €

Anteil 2P.             26,40 €

Parkpl./10Tg. 10€   5,00 €

SUMME               31,40 €

 

LE PRESSOIR

3 Ricard                 9,00 €

3x Plat du Jour    42,00 €

Fl. Rotwein            16,00 €

3 Petit Café            4,50 €

SUMME   71,50 €/75,00 €

Anteil 2P.              50,00 €

 

 EINKAUF / INTERMARCHÉ

264g Paprika, grün         0,57 €

556g Flaschentomaten     1,11 €

Knoblauchknolle              0,43 €

250g Schalotten             1,49 €

Pimentschoten-Sortim.   2,60 €

3x Käse                          4,68 €

Joghurt                          0,99 €

2x 0,5 l Joghurtgetränk 2,99 €

2 l Limonade                    1,28 €

1 l Orangensaft              2,29 €

1 l Apfelsaft                   1,93 €

6x1 l Mineralw. Perrier   4,38 €

6x0,5 l Mineralw. Volvic  1,96 €

Ardeche Rouge              8,34 €

Cabernet Rouge             9,02 €

SUMME                       35,40 €

               

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 12.07.09   Veränderungen und Stillstand   (bewölkt, Regenschauer)

 

Auf der Fahrt nach Gien, wo wir auf den dortigen Campingplatz ein Auto abstellen werden,

 

versorgen wir uns in Nevers im „Intermarché“ noch mit Lebensmitteln und Getränken. Der

 

Supermarkt hat sonntags von 9-11:45 Uhr geöffnet, doch qualitätsmäßig sind wir in Frankreich

 

etwas anderes gewohnt, denn das Gemüse hat seine besten Zeiten bereits hinter sich.

 

 

LES TERRASSES DE L’ILE

2x Buffet               36,00 €

Cola                          2,50 €

2 Café                      6,00 €

SUMME                 44,50 €  

In Vorfreude auf das vielseitige Salatbuffet im Restaurant am

Campingplatz von Cosne-sur-Loire, kehren wir auf dem Rückweg dort

 

ein und fühlen uns etwas über den Tisch gezogen. Von dem ehemals

 

großen Salatbuffet ist gerade noch etwa ein Drittel vorhanden,

 

dafür gibt es zwar zwei warme Hauptgerichte, aber auf die keine

 

Karaffe Rotwein warten wir vergebens. Hier brauchen wir auf unserer Kanutour nicht mehr

 

anlanden. Kurz vor Apremont besichtigen wir das Wehr Laurins und stellen erstaunt fest, dass

 

sich hier einiges verändert hat. Das ehemals gefürchtete steil abfallende Tosbecken am linken

 

Ufer wurde verbreitert und mit einer Brücke versehen. Für Paddler ist es jetzt schon von weitem

 

gut sichtbar. Das Anlanden am rechten Ufer direkt am schrägen Überlauf ist immer noch

 

gegeben (wenn nicht gerade Hochwasser ist), so dass die Boote über das Schrägwehr getreidelt oder rechts auf kurzem Weg

 

 

AUSGABEN

3 Baguettes, 3 Croissants  6,00 €

Einkauf                            35,40 €

SUMME                           41,40 €

Anteil 2 P.                        25,60 €

Maut Myennes-Gien           2,80 €

SUMME                           28,40 €

umtragen werden können. Als wir anschließend durch das museale Örtchen Apremont spazieren,

fällt uns sofort auf, dass das Restaurant als „Brasserie du Lavoir“ wieder geöffnet ist.

 

 

CP Deneuvre

4 Ricard, Cola,

Apfelsaft, Wasser 12,90 €

Ansonsten scheint die Zeit hier stehen geblieben zu sein. Niedrige Tuffsteinhäuser säumen die

Straßen, teilweise hinter mannshohen Hecken versteckt und Hortensien-

 

büschen, die ihre ganze Pracht entfalten. Eines haben wir bei unserem

 

Einkauf nicht bedacht: Morgen ist Montag, das bedeutet, die Bäckereien

 

sind geschlossen. Wir nehmen deshalb dankbar das Angebot des Camping-

 

chefs an, für uns ein Brot zu backen.

 

 

 

 

 

Montag, 13.07.09   Im Tal der Silberreiher                   

 

Abfahrt: 11:10 h in Châtel de Neuvre/ Rast: 13:10-13:30 h hinter der Autobahnbrücke/ Ankunft: 15:40 in Moulins

 

Tagestour: 23,5 km (sonnig bis bewölkt)

 

 

AUSGABEN

Brot              1,00 €

Einkauf          9,42 €

CP Moulins   35,20 €   SUMME       45,62 €

Anteil 2 P.    30,41 €

Cola               2,50 €

SUMME       32,91 €

Es herrscht Aufbruchstimmung. Nach dem Frühstück werden die letzten Sachen aussortiert, die im Auto deponiert werden können. Endlich ist es soweit. Drei Solocanadier liegenbeladen und einsatzbereit am Ufer. Wir fädeln uns in die Strömung ein, die uns bei dem guten Wasserstand mühelos voran trägt. Wir tauchen ein in die Ruhe des NSG „Val d’Allier“, in dem zunächst kein Straßenlärm die Stille stört. Zahlreiche Silberreiher bevölkern die Ufer. Aufgeregt flattern sie hoch, wenn wir vorbei paddeln, um sich in sicherer Entfernung wieder niederzulassen. Übersichtlich im Flussbett angeordnete Baumleichen, große Sandbänke und Inseln prägen den von Auwäldern gesäumten Flußlauf. Etwa sechs Kilometer hinter der Autobahnbrücke endet das Naturschutzgebiet. Wir landen an einer Sandbank an, um den Beginn unserer Kanutour mit einem Schluck Vin rouge entsprechend zu würdigen.Als sich der Allier verbreitert und die Strömung deutlich nachlässt, ist es nicht mehr weit bis Moulins. Aber es zieht sich noch hin, bis den Fluss endlich die Eisenbrücke überspannt, die den Beginn des Stadtgebietes ankündigt. Noch ein paar Paddelschläge, und wir landen am Campingplatz an. Ein Blick auf das GPS offenbart nun auch, warum uns die Strecke so lang vorkam. Laut Kanuführer beträgt die Entfernung von Chatel de Neuvre nach Moulins knapp 20 km, tatsächlich sind wir aber fast 24 km gepaddelt. Nachdem wir unsere Zelte aufgeschlagen haben, erkunden wir erst einmal die Situation unter der alten Steinbogenbrücke in der Hoffnung, über die linksseitige Fischtreppe fahren oder treideln zu können. Leider zeigt es sich, dass eine Befahrung mit beladenen Canadiern problematisch sein könnte. Blocksteine geben der Fischtreppe ein neues Antlitz, und das Wasser strömt durch versetzte kleine Öffnungen. Nach ausgiebiger Diskussion entscheiden wir uns, die Boote dort zu treideln, um uns eine mühsame Schlepperei über die Brücke zu

ersparen. Für unser Abendessen sorgen wir selbst, denn im Restaurant „La Palliot“ am Campingplatz sind  

 

 

 EINKAUF / INTERMARCHÉ

3x Käse                           4,68 €

Joghurt                          0,99 €

2x 0,5 l Joghurtgetränk 2,99 €

SUMME                          9,42 €             

 

Abendessen

Schweinefleisch-Gemüsepfanne,

Reis

 

Camping de la Plage

2 Stellplätze  17,00 €

3 Ferientaxe    0,60 €

x 2 Nächte    35,20 €

 bereits alle Tische reserviert. Am Vorabend des

Nationalfeiertages lassen es

 

sich die Franzosen nicht

 

nehmen, traditionell Essen

 

zu gehen.

 

 

 

 

AUSGABEN

Baguettes, Croissants

3,05 €

Dienstag, 14.07.09   Regen bringt Segen

Regen in der Nacht, Regen am Morgen. Einheitsgrau beherrscht die Welt, deren Umrisse im Regen-

 

schleier verschwimmen. Ein trauriger Beginn des französischen Nationalfeiertages. Es fällt uns nur all-

 

zu leicht, heute noch einen Tag Pause einzufügen, was sich als Glücksfall erweisen wird. Als sich weit

 

 

LA BRASSERIE DU DUCS

Café, Espresso

4,60 €

                              

nach Mittag die Wolken endlich entladen haben, nutzen wir die Trockenphase für einen gemütlichen Stadtbummel durch die Altstadt Moulins. Ein Blick von der Brücke zeigt, dass inzwischen wesentlich mehr Wasser über die Fischtreppe rauscht als gestern. Nach einer Kaffeepause kehren wir zum Campingplatz zurück, auf dem inzwischen eine

 kleine Paddlergruppe der Reiseagentur „Rucksackreisen“ neben uns Quartier bezogen hat. Das

 

Angebot des Tourleiters Matthias, deren Bootswagen am nächsten Tag zum Umtragen zu nutzen,

 

 

Abendessen

Nudel-Gemüsepfanne

m. Leberkäse u. Ziegenfrischkäse

 nehmen wir sehr gerne an. Wie klein die Paddlerwelt der Canadierfahrer ist, zeigt sich mal

wieder, als wir mit Matthias den Tag mit einer ausgiebigen Rotweinprobe ausklingen lassen und fest-

 

stellen, dass wir gemeinsame Bekannte haben. Das Feuerwerk in Moulins zum Nationalfeiertag ist

 

leider den schlechten Wetterverhältnissen zum Opfer gefallen und kurzerhand auf den folgenden

 

Samstag verschoben worden. Schade, darauf haben wir uns schon gefreut. In der Ferne bollert es

 

zwar gewaltig, aber die inzwischen wieder aufgebaute Wolkenfront lässt nichts von dem bunten Feuerreigen durchscheinen.

 

 

EINKAUF / INTERMARCHÉ

Pate de Foie (3 St.)                  1,53 €

Pate de Jambon (3 St.)            1,93 €

Pate de Campagne (3 St.)          1,21 €

Mousse de Canard, Frisch        0,99 €

2x Mousse d. Canard               2,30 €

Geback. Schinken                    2,68 €

Schinkenwürfel                       2,73 €

100g Ziegenfrischkäse             1,95 €

6x Käse                                  13,74 €

8x100g Joghurt                       1,98 €

500g Nudeln                            0,78 €

Schinkensandwich                    1,05 €

1 Baguette                               0,45 €

500g Pain Spezial Complet       1,20 €

500g Pain Multicereale            1,70 €

350g Äpfel                              0,52 €

635 g Flaschentomaten            1,21 €

520 g Bananen                         0,73 €

500g Paprika, Tricolore            1,50 €

1 Ds. Ananas                             1,07 €

342g Heinz Tom.ketchup         1,60 €

6x0,50 l Mineralwasser           2,35 €

6x1 l Lorina Limonade              7,74 €

2 l Mineralw. St. Yorre             1,28 €

1 l Orangensaft                       0,96 €

Merlot Rouge                          9,45 €

Cotes du Rhone Rouge            12,95 €

Selection Cendre Mifrais        3,44 €

Batterien                                7,89 €

Tüte                                        0,10 €

SUMME                                 91,29 €

 

Mittwoch, 15.07.09   Smalltalk am Rande

 

Abfahrt:  13:05 h in Moulins / Rast: 14:00-14:40 h /

 

Ankunft: 17:30 h zwischen den Brücken D133 + D978 /Tagestour: 25,7 km (sonnig bis bewölkt)

 

 

Ausgaben

Bag., Croiss., Getränke  7,65 €

Einkauf                        91,29 €

SUMME                       99,24 €

Anteil 2 P.                   67,60 €

Lautes Donnergetöse, grell leuchtende Blitze und Wind, der

an den Zeltwänden rüttelt, verhindern einen langen Schlaf.

 

Doch strahlender Sonnenschein lässt morgens die unruhige

 

Nacht schnell vergessen und verbreitet eine angenehme

 

Wärme. Wie schon erwähnt, das Glück ist uns hold. Dank

 

Matthias umgehen wir das Brückenwehr rollenderweise. Während des Umtragens unterbricht

 

ein kleiner Smalltalk mit einem französischen Paar unseren Fußmarsch. Nach ein paar Fotos

 

und dem Versprechen, uns diese per Mail zu senden, setzen wir unseren Weg bis zur Einsetz-

 

stelle fort. (Das Versprechen ist eingehalten worden, mit einem wunderbaren Film über

 

Moulins versehen.) Da der Wasserstand infolge des heftigen Regens zugenommen hat,

 

rauscht inzwischen auch der Allier etwas heftiger über die Stufen der Fischtreppe, was

 

zumal die Standfestigkeit auf der im Flussbett liegenden Begrenzungsmauer beim Treideln

 

auf eine harte Probe gestellt hätte. Bevor wir uns ganz dem Fluss widmen, landen wir noch am „Intermarché“ an, um uns

 

mit Proviant für die nächsten Tage zu versorgen. Schwer bepackt legen wir wieder ab.

 

In der zügigen Strömung lässt es sich mühelos paddeln, so dass wir schneller sind als

 

gedacht. Angesichts des fortgeschrittenen Tages steuern wir bereits nach etwa einer

 

Stunde eine Sandbank an, um mit dem traditionellen Imbiss - Baguette, Ziegenkäse, Vin

 

Rouge – die vorherrschenden Signale zu befriedigen. Anschließend gleiten wir in den

 

Mäandern des Alliers an hohen, sandigen Ufern vorbei, eine bevorzugte Wohngegend der

 

heimischen Uferschwalben. Loch an Loch weist auf deren Architektur an den Wänden hin.

 

Die Brücke der Straße D133 überspannt den Fluss, eine der paddlerfreundlichen Brücken.

 

Unter ihr  erschweren keine Hindernisse die Durchfahrt. Bald danach beenden wir unsere

 

heutige Etappe an einer Sandbank.

 

 

 

Donnerstag, 16.07.09   Fluß-Barrieren

 

Abfahrt: 11:05 h / Rast: 13:30-14:25 h + 16:00-16:30 h in Apremont / Ankunft: 19:00 h Insel hinter der Brücke N76

 

Tagestour: 32,8 km  (Sonne, sehr warm)

 

Eigentlich soll Apremont unser heutiges Etappenziel sein. So landen wir auf einer Insel gegenüber der kleinen Ortschaft an. Da sich aber hier auch der Badeplatz der Anwohner befindet, herrscht schon bald reger Betrieb am gegenüber liegenden Ufer.

 

Die drei folgenden Hindernisse, denen wir uns eigentlich erst morgen stellen wollen, nehmen wir deshalb heute noch in Angriff. Am Schrägwehr Laurins treideln wir, wobei Michael seine gute Standfestigkeit beweist und Friedrich gute Einfangqualitäten.

 

 

Abendessen

Frikadelle, Brot,

Tomaten, Salatgurke

Die nachfolgende Eisenbahnbrücke lässt sich bei dem derzeitigen Wasserstand im ersten und zweiten linken Bogen fahren, allerdings mit leichtem Boden- bzw. Steinkontakt. Zu einem längeren Aufenthalt zwingt uns danach das Aquädukt des Loire-Seitenkanals. Die neugestaltete Wehranlage, jetzt ebenfalls mit einer Fischtreppe versehen,  wird zunächst einmal näher in Augenschein genommen. Mit voll beladenen Canadiern die Fischtreppe über die hohen Blocksteine zu fahren, passt mal wieder nicht. Der Durchlass neben der Fischtreppe wäre evtl. fahrbar, aber das Boot würde durch die Strömung sehr nah an die linke Wand gedrückt. Als ausgeprägte Linkspaddlerin habe ich dabei ein ungutes Gefühl, dem Druck standzuhalten, um das Boot von der Mauer fernzuhalten. Schließlich umtragen wir am linken Ufer. Die hindernisfreie Brücke der N76

lassen wir noch hinter uns und schlagen unser letztes Lager am Allier auf einer Insel auf, kurz bevor

 

sich der Fluss zu seinem verzweigten Becken ausdehnt und in die Loire mündet.

 

 

 

Freitag, 17.07.09   Anspannung und Entspannung

 

Abfahrt: 11:20 h von der Allier-Insel / Rast: 13:15-14:10 h / Ankunft: 17:30 h in La Charité-sur-Loire

 

Tagestour: 29,4 km (Bewölkt, Regenschauer)

 

 

CAMPING LA CHARITÉ-S.-L.

3 Pers./1. Nacht            18,30 €

3 Pers./2. Nacht           12,30 €

3x2 Ferientaxe              3,30 €

SUMME                       33,90 €

Anteil 2 P.                    22,60 €

Der Tag beginnt trübe. Unter einem wolkenverhangenen Himmel verlassen wir unsere Insel, und nach etwa 200 m schiebt uns die Strömung des Alliers in die Loire. Die vielen Seitenarme, in die sich der Allier üblicherweise in seinem Becken teilt, sind heute zu einem breiten Strom zusammen gewachsen, der sich mit der Loire vereinigt. Die Brücke von Fourchambault lässt sich links immer noch hindernisfrei durchfahren.  Über uns schieben sich die Wolken immer dichter zusammen, bis sie schließlich ihre Last nicht mehr halten können und diese auf uns herab lassen. Wieder schaffen wir mehr als gedacht. Bereits am frühen Nachmittag passieren Marseille-des-Aubigny und La Marche, zu früh, um die heutige Etappe schon zu beenden. Wir paddeln weiter bis La Charité-sur-Loire und vermeiden damit in der Mittagsglut des nächsten Tages die Schlepperei über die Sandbank zum Campingplatz. Als die Silhouette der Stadt am Horizont erscheint, teilt sich die Loire. Wir paddeln den rechten Seiten-arm, und mein Puls beginnt ein etwas schnelleres Tempo vorzulegen, wartet doch der Schwall unter der alten Steinbogenbrücke auf uns. Mit etwas Herzklopfen nähere ich mich der Brücke, die wir bisher immer nur im Tandem durchfahren haben. Michael paddelt als Erster durch den mit „Canoe“ gekennzeichneten Brückenbogen, ich folge und

danach Friedrich. Rasant zieht uns der Schwall hinunter, auch der zweite kleinere Schwall

 

wird bravourös gefahren. Direkt dahinter landen wir links an der ersten Sandbank der großen

 

Insel an. Auf dem Campingplatz richten wir uns direkt neben dem Zaun häuslich ein, was den

 

Transport zur naheliegenden Einsetzstelle im linken Seitenarm sehr verkürzen wird.  

 

 

 

Samstag, 18.07.09   Nur die zweite Wahl

 

 

ABENDESSEN

7 Ricard                 14,00 €

Fl. Pouilly fume       18,00 €

4 Salade Curry      20,00 €

Salade Ocean          6,50 €

Cote de Porc           9,00 €

4 Escalope                            32,00 €

Dessert, Café        12,50 €

SUMME   99,00 / 115,00 €

Anteil 2 P.             46,00 €

Heute erwarten wir Horst und Monsieur, die sich uns bis Gien anschließen werden. Um uns bis zu deren Ankunft die Zeit zu vertreiben, machen wir uns auf den Weg in das malerische, mittelalterliche Städtchen mit seinen engen Straßen. Die sind allerdings reichlich überlastet, reiht sich hier doch Stoßstange an Stoßstange. Bei einem Gläschen Ricard erholen wir uns zunächst von dem Verkehrslärm, und später kehren wir in die „Auberge de Seyr“ ein. Dieses kleine Restaurant in der Grand Rue wird nicht zu Unrecht im „Gault Millaud“ erwähnt, denn das Essen ist ausgezeichnet, ebenso der Sancerre. Nachdem Horst und

Monsieur mit ihrem Zeltaufbau fertig sind, geht’s wieder über die Brücke ins Zentrum und ziel-

 

strebig zur „Auberge de la Poule Noir“. Leider ist die Terrasse des Restaurants aufgrund des

 

launischen Wetters gesperrt und innen sind alle Tische besetzt, wie auch in der „Auberge de Seyr“.

 

Wir wandern bis fast zum Ortsende weiter, und wandern wieder zurück. Vor einemkleinen

 

 

AUBERGE DE SEYR

2 Plat de jour      24,00 €

3 Gl. Sancerre      12,00 €

2 petit Café           1,30 €

 SUMME  37,30/40,00 €

Restaurant stehen wir etwas ratlos herum, denn trotz des Schildes

„ouvert“ ist die Tür verschlossen. Doch der Wirt eilt herbei und bittet

 

uns herein. Es ist zwar nicht die erste

AUSGABEN

Fl. Pouilly fumé   3,49 €

Anteil 2 P.          2,33 €

Wahl,

aber zumindest haben wir ein Abendessen

 

bekommen.

 

 

 

Sonntag, 19.07.09   Irrungen und Wirrungen

 

Abfahrt: 12:30 h in La Charité-sur-Loire / Rast: 13:20-14:55 h / Ankunft: 16:15 h in Pouilly-sur-Loire

 

Tagestour: 15,7 km (bewölkt)

 

Wir frühstücken lange und ausgiebig, denn heute liegt nur eine kurze Paddelstrecke bis Pouilly-sur-Loire vor uns. An der für uns neuen Einsetzstelle am rechten Seitenarm müssen die Boote nicht mehr über die steile Böschung heruntergelassen, sondern können bequem eingesetzt werden. Schließlich ist alles verladen, und wir paddeln an der Insel entlang, bis sich die beiden Flussarme wieder vereinen. Die Strömung trägt uns schnell voran. Nach wenigen Kilometern grüßt vom rechten Ufer das kleine Château Mouron, welches inmitten des Naturschutzgebietes „Val de Loire“ liegt, eine der schönsten Loirelandschaften.

 

Bei der ausgedehnten Mittagsrast auf einer Insel, mundet der Rote so gut, dass wir immer wieder eine Kostprobe nehmen. Wir haben Zeit und Muße, die Etappe ist kurz und Schwierigkeiten sind nicht zu erwarten. Kurz vor Pouilly-sur.Loire sind wir ziemlich irritiert. Wo fahren wir am besten lang? Zahlreiche Inseln haben vor der Brücke das Flussbild derart verändert, dass wir es kaum wieder erkennen. Die Wege, die sich das Wasser um die Inseln herum sucht, sind gesperrt, Fahrtrichtungen mit Pfeilen gekennzeichnet.  Wir paddeln links und kommen dadurch nicht sofort hinter der Brücke in den rechten, direkt zum Campingplatz führenden Seitenarm. Auch hinter der Brücke reiht sich Insel an Insel. Wir nutzen eine schmale Rinne zwischen den aufgeschütteten Sandbänken und schrappen bald über Kies. Aber nach einer kurzen Treidelpassage geht es wieder im Boot weiter. Es ist zwar immer noch sehr flach, aber wir müssen nicht mehr im Wasserwandern. Als wir am Campingplatz anlanden,

 

schwelgen wir kurz in Erinnerungen. Hier hatten Michael und ich die beiden Horst kennengelernt, wobei der eine Horst auf der

 

 

EINKAUF / INTERMARCHÉ

5 l Coul. Sud Rouge         12,50 €

Lait 1/2 ecerme pat         3,42 €

Toilettenpapier (6 Rl.)      1,92 €

2 l Orangensaft               4,24 €

1 l Apfelsaft                     2,01 €

500 g Reis                        0,99 €

2 kl. Ds. Champignons       2,56 €

kl. Ds. Ratatouille             0,78 €

Joghurt (8 St.)                 1,98 €

5 St. Käse                        11,48 €

2x 500g Brot                    3,50 €

Salatgurke                        0,75 €

835g Tomaten                  2,67 €

250g Schalotten               0,85 €

395g Möhren                    0,47 €

540g Paprika, rot              1,29 €

690g Bananen                   0,89 €

SUMME                          52,30 €

5 Baguettes, 5 Croissants 7,29 €

SUMME                          59,59 €

Anteil 2 P.                       24,00 €             

 Loire nach Bordeaux wollte und der andere darüber im Zelt vor sich hin lachte. Nachdem die notwendigen Arbeiten – Gepäcktransport, Zeltaufbau, Duschen – getan sind, marschieren wir voller Vorfreude ins

Zentrum des kleinen Ortes. Unser inzwischen schon traditionelles Ziel ist das Restaurant des

 

„Hotels de l’Ecu de France“, in dem wir uns wieder von einem guten Menü und natürlich den

 

erstklassigen Weinen der Region verwöhnen lassen wollen. Wir haben es zu eilig gehabt und müssen uns noch etwas gedulden, denn das Restaurant öffnet erst um 19:30 Uhr. So sehen wir uns derweil noch ein bißchen in

 

Pouilly um, dessen beste Zeiten längst der Vergangenheit angehören. Einige Restaurierungen

 

 

CAMPING „LE MALAGA“

5 Personen          12,00 €

3 Zelte                 5,40 €

SUMME              17,40 €

Anteil 2 P.            7,00 €

im Zentrum haben zwar schon für ein freundlicheres Antlitz

gesorgt, aber rundherum sieht noch alles ziemlich trist aus. Eines

 

hat sich der Ort, der bereits im 5.Jh. unter dem Namen  Pauliaca

 

Villa erwähnt wurde, aber bis heute erhalten. Einst von den

 

Benediktinern begründet, erfreuen sich die Erträge des Weinbau

 

 

RESTAURANT DE L’ÉCU

5 Plat de Jour      75,00 €

5 Ricard               25,00 €

Fl. Chasselas         14,00 €

Fl. Pouilly fume      17,80 €

2 Digestif               5,40 €

SUMME  137,20/150,00 €

Anteil 2 P.            60,00 €

immer noch einer großen Beliebtheit. Als wir zum Hotelrestaurant

zurückkehren, werden wir hervorragend bedient. Das Warten hat

 

sich gelohnt, und wir sind eigentlich ganz froh, dass wir auf

 

unserem kleinen Spaziergang keine Alternative zum Abendessen

 

 

MENUE

* Salat / Terrine

* Raille (Wachtel)/Rindfleischsteak

* „Ile de fl…“ (Schwimmende Insel) /Fromage

 

gefunden haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 20.07.09   Ungezügelte Kalorienzufuhr

 

Abfahrt: 11:10 h in Pouilly-sur-Loire / Rast: 13:20-14:45 h / Ankunft: 16:50 h zwischen Myennes und Belleville

 

Tagestour: 20,4 km  (Sonne, warm)

 

Wie gut es war, dass wir gestern früh genug in den rechten Seitenarm gewechselt sind, zeigt sich heute. Der Zugang hinter der ehemals einzigen Insel, jetzt in mehrere kleine Inseln zerfallen, ist völlig versandet. Wir hätten eine lange Strecke zum Campingplatz zurück stromauf paddeln müssen, denn es braucht eine Weile, bis wir wieder mit dem Hauptstrom vereint sind.

 

 

EINKAUF / CARREFOUR

1 l Apfelsaft                       1,99 €

2 l Mulitvitaminsaft           3,68 €

Fl. Calvados                       12,49 €

Honigmelone                       0,99 €

2 Brote                               2,95 €

Croissants (8 St.)               3,45 €

340g Ziegenfrischkäse       3,34 €

Hackfleischsteaks (10 St.) 5,40 €

Mille Feuille (Kuchen)         7,90 €

SUMME                            44,29 €

Anteil 2 P.                         17,72 €

Als die Brücke von St. Thibault-sur-Loire vor uns auftaucht, sind wir gespannt auf das davor liegende Schrägwehr. Wir wechseln zur linken Flusshälfte und lenken unsere Konzentration auf den Schwall. Der ist allerdings kaum sichtbar, und die Loire säuselt eher darüber hinweg. Auch vom folgenden Schwall hinter der Brücke ist weder etwas zu hören noch zu sehen. Den hat das Wasser ebenfalls unter sich begraben. Wenig später überspannt eine Eisenbahnbrücke den Fluss, und rechts begrenzt eine mächtige Kaimauer den kleinen Ort Le Port Aubry. Nachdem wir die Hängebrücke bei

Cosne-sur-Loire passiert haben, landen wir am Ortsende an, denn  die Lebensmittel und vor

 

allem der Vin Rouge müssen aufgefüllt werden. Nach einigen Irrwegen – wir nutzen den

 

Spaziergang reichlich aus – und hilfreichen Hinweisen der einheimischen Bevölkerung

 

gelangen wir auch zum Supermarkt. (Hinweis für spätere Besuche: links, 1. Straße rechts,

 

2. Straße links). Mit im Gepäck ist auf dem Rückweg eine Kalorienbombe in Form eines

 

Kuchens. Er trägt zur allgemeinen Stärkung bei und lässt den Energiehaushalt jubeln.

 

Nachdem auch der letzte Krümel vertilgt ist, bekundet der Magen , dass seine Kapazität

 

erreicht ist. Etwas schwerfällig setzen wir unsere Tour fort. Heute fällt es uns etwas

 

schwer, eine Sandbank für unser Lager zu finden, die allen Anforderungen genügt. Entweder

 

 

Abendessen

Möhren-Ratatouille-

Gehacktes-Pfanne

mit Reis

stören die mächtigen Türme des KKW Belleville die Idylle oder das Ufer bietet den Sonnen-

flüchtigen keine Deckung. Irgendwann finden wir eine – nicht ganz so schöne – Sandbank, die alle

 

zufrieden stellt. Dafür weist der Boden andere Tücken auf. Unter der dünnen Sandschicht lauern

 

widerspenstige Kieselsteine - eine Herausforderungfür die Häringe. Als das Tipi endlich im Boden

 

verankert ist, tut ein abkühlendes Bad in der Loire richtig gut.

 

 

 

Dienstag, 21.07.09   Turbulenzen

 

Abfahrt: 11:05 h / Portage + Rast: 13:30-14:50 h Belleville / Ankunft: 16:45 h kurz vor Ousson-sur-Loire

 

Tagestour: 20,7 km (Sonne, warm)

 

Ein heftiges Gewitter mit lautem Donnergetöse und zuckenden, grellen Blitzen fegt in der Nacht über uns hinweg. Der Wind zeigt sich in Höchstform und zerrt an den Zeltleinen und der Tipistange, bis die Häringe aufgeben und das Zelt schließlich in Seitenlage gerät. Einige Sachen liegen blank und meine Nerven auch. Michael murmelt im Halbschlaf irgendetwas wie „Komm wieder rein, lass doch die Stange liegen.“  - und schläft weiter. Dank des strahlenden Sonnenscheins am Morgen trocknen unsere, dekorativ verteilten Sachen schnell. Ansonsten weist nichts mehr auf die turbulente Nacht hin. Nachdem alles wieder seinen Platz im Boot hat, überlassen wir uns der Strömung, dem KKW Belleville entgegen. Unwissend, wie weit sich die Insel vor dem Kraftwerk an das Wehr heran geschoben hat, wählen wir die sichere Variante und paddeln in den rechten Seitenarm, der direkt zur Aussetzstelle führt – denken wir. Wir erwischen zunächst einen toten Seitenarm, aber die nächste Abzweigung passt und ist paddelbar. Bei niedrigem Wasserstand läge hier ein langer Fußmarsch vor uns. Es ist die richtige Entscheidung. Die große Insel scheint unverändert, aber zwischen dem Hauptstrom und dem rechten Seitenarm ist ein richtiger Hindernisparcour entstanden. Vor dem Anlanden an der Rampe hätten einige Sandbänke fürs Ein- und Auspacken der Boote gesorgt. Wäre in der erbarmungslos scheinenden Sonne nicht gerade erstrebenswert gewesen. Es reicht allemal, unsere Siebensachen in der Hitze ins Unterwasser zu schleppen. Anschließend haben wir uns eine Rast im Schatten unter der Brücke mehr als verdient. Das Ambiente ist zwar nicht so toll, aber angenehm kühl, und so setzen wir gut erholt wieder ein.

 

 

 

 

Abendessen

Nudel-Schinken-Paprika-Pfanne

Nichts behindert die breite Strömung der Loire. Die Ruhe genießend lassen wir uns öfter einfach nur treiben. Auch die Hängebrücke von Bonny-sur-Loire bietet nichts Spektakuläres, worauf bei der Durchfahrt

zu achten wäre. Noch vor Ousson-sur-Loire suchen wir uns – zum letzten Mal – eine Sandbank

 

für unser Lager. Die Nacht wird lang, der Vin rouge schmeckt immer besser und Müdigkeit

 

will sich einfach nicht einstellen.

 

 

 

Mittwoch, 22.07.09   Rauschendes Wasser

 

Abfahrt: 12:30 h  / Rast: 15:10-15:40 h / Ankunft: 16:40 h in Gien / Tagestour: 19,9 km (sonnig bis bewölkt)

 

 

CAMPING TOURISTIQUE DE GIEN

1 Stellplatz, 3 Pers./2 Nächte 48,00 €

1 Stellplatz, 2 Pers./1 Nacht    12,00 €

SUMME                                   60,00 €

Anteil 2 P. (áP áN. 7,50€)        30,00 €

Autoparken 10 Tg./30,00 €      15,00 €

SUMME                                   45,00 €

               

Mit der Welt noch nicht ganz im Einklang brauchen wir einige Zeit, bis das Lager abgebaut und alles verstaut ist. Unsere letzte Etappe liegt vor uns, der ich mit einigem Herzklopfen entgegen sehe. Wir haben noch die Schwallstrecke zwischen Briare und Gien zu überwinden sowie die folgende 90°-Linkskurve zu meistern, an deren Ende bisher immer ein waagerecht im Wasser liegender Baumstamm darauf beharrte, vom rechten Ufer Abstand zu halten. Erst einmal führen uns die kleinen Stromschnellen des rechten Seitenarmes bei Ousson-sur-Loire an dem kleinen Ort vorbei. Bald danach überspannt die Hängebrücke von Châtillon-sur-Loire den Fluss. Eine Schleuse verbindet hier die Loire mit dem Canal de Briare, dessen Aquädukt mit seinen eindrucksvoll gestalteten Brückenköpfen nicht mehr lange auf sich warten lässt. Schließlich kündigt das typische Rauschen die besagte Strecke an. Doch meine Adrenalinausschüttung ist völlig unnötig, denn die Loire hat die meisten Steinbrocken unter sich begraben. Nur wenige lugen noch über der Wasseroberfläche

empor. Schnell haben wir die problemlos umfahren – ohne Kontaktaufnahme. Dem

 

Wasserstand sei Dank – auch die üblicherweise  enge Linkskurve hat alles von ihrer

 

Schärfe verloren, selbst der Baumstamm liegt inzwischen wehrlos längs am Ufer. Die

 

Straßenbrücke von Gien lässt sich dieses Mal sogar bis zum vierten Joch von rechts

 

passieren. Normalerweise ist nur der zweite rechte Bogen fahrbar. Der heutige

 

 

AUBERGE DES GOURMETS

4 Ricard                          8,00 €

Bier                                2,00 €

4 Menu complet            54,00 €

Fl. Coteaux du Giennois 18,00 €

½ Fl. Coteaux d. Gienn.   12,00 €

3 petit Café                    6,00 €

SUMME        100,00/110,00 €

Anteil 2 P.                     55,00 €

Wasserstand der Loire hat sogar den üblichen Schwall unter diesem Bogen geglättet.

Wir finden es ein wenig schade. Wenig später landen wir am Campingplatz an und sind am Ziel

 

unserer Kanutour. Der Hunger nagt und Enttäuschung macht sich breit, als wir vergebens nach

 

 

MENUE

*  Mousse de canard

* Hauptgericht

*  Nougateis / Käse

               

der Pizzeria „Rive Gauche“ Ausschau halten. Die existiert nicht mehr. Über die lange Straßen-

brücke drängt es uns nicht, also wenden wir uns in die entgegen-

 

gesetzte Richtung. Angelockt von dem Namen eines

 

Restaurants, der „Auberge des Gourmets“, kehren wir ein und

 

fühlen uns mehr als nur getröstet. Der Name hält, was er

 

verspricht.

 

 

 

Donnerstag, 23.07.09   Der 1. Abschied    (Sonne, Regenschauer)

 

 

FLUNCH

2x Oeuf Mimosa              3,80 €

1x Jambon, Sce. Madere  6,95 €

Petit Pain Campagne         0,45 €

1x Paella Oceane              6,95 €

0,33l Pepsi                                       1,75 €

0,2l Orangensaft                   -

SUMME                         19,90 €

Allgemeine Aufbruchstimmung und die erste Packerei beherrschen den Vormittag. Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück heißt es heute leider Abschied nehmen von Horst und Monsieur, die noch einige Tage vor sich haben.Friedrichs Wagen ist vollgeladen, Horst sein Boot ziert das Autodach. Die Männer brechen auf, um einerseits Horst und Monsieur in La Charité-sur-Loire abzusetzen und andererseits unser Auto von Châtel-de-Neuvre zu holen. Währenddessen

 

EINKAUF

1 Baguette, 10 Croiss.  10,00 €

Anteil 2 P.                     4,00 €

Zigaretten (25 St.)       6,00 €

Joghurt (4 St.)              1,40 €

2 Fromage de chevre    3,20 €

SUMME                       14,60 €

vertreibe ich mir die Zeit mit einem kleinen Rundgang durch das

Zentrum Giens. Dort ist es allerdings kaum auszuhalten, denn die

 

Stadt erweist sich als ein sehr guter Hitzespeicher. Demzufolge

 

treibt es mich doch schnell wieder unter die schattenspendenden

 

alten Bäume des Campingplatzes. Als Michael und Friedrich

 

zurückkehren, bringen sie Grüße von Matthias mit, der mit seiner

 

Gruppe inzwischen in La Charitè-sur-Loire angekommen ist.

 

 

 

Freitag, 24.07.09   Adieu, Loire! (sonnig bis bewölkt)

 

Abfahrt: 10:20 h in Gien / Rast: 15:30-16:00 h in Trier / 17:10-18:00 h in Klotten / Ankunft: 22:20 h in Albaxen

 

 

AB-RASTSTÄTTE

Soester Börde Süd

2 Cappuccino     5,00 €

Sanifair-Bon   - 0,50 €

SUMME            4,50 €

Leider ist jeder Urlaub einmal zu Ende und heute müssen wir endgültig Abschied nehmen. Etwas wehmütig wird alles zusammengepackt und die Heimreise angetreten. Bis Metz hält sich der Verkehr auf der mautpflichtigen Autobahn in Grenzen. Danach ist eine deutliche Zunahme spürbar, denn bis zur französisch-luxemburgischen Grenze wird

 

Maut

A77/A19: 3,00 €       Le Tourneau - Sens  

A19/A5/A26: 27,10 €

Sens – Troyes – Chalons-en-Champagne - Metz  

 

keine Maut erhoben. Auf der Heimreise nutzen wir

nochmals die Möglichkeit, ein letztes Mal in Luxemburg

 

billiger als bei uns zu tanken. In Klotten bekommen

 

unsere Solos wieder Gesellschaft, und das Trio auf dem

 

Autodach ist wieder komplett.